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09.09.1994

In Zukunft schlankere IS-Abteilungen Aufschwung beim Outsourcing von Desktop-Services erwartet

MUENCHEN (CW) - Das Outsourcing von DV-Services macht vor dem Rechenzentrum nicht halt. Zur Diskussion steht nun auch der User- Support auf Desktop-Ebene. Dessen Auslagerung in den Bereich externer Dienstleister soll nach Angaben der juengsten Input-Studie zu den Vor- und Nachteilen des "Desktop Services Outsourcing Europe 1994" kuenftig boomen.

Betrug das europaeische Auftragsvolumen fuer ausgelagerte Desktop- Dienstleistungen im vergangenen Jahr noch 300 Millionen Dollar, so gehen die Schaetzungen fuer dieses Jahr bereits von 400 Millionen Dollar aus. Im Jahr 1999 soll das Marktsegment laut Input-Studie gar auf 1300 Millionen Dollar anwachsen. Als Gruende nennen die britischen Marktforscher mit deutscher Niederlassung in Langgoens- Niederkleen, dass wachsende Transaktionsvolumina und Endnutzereinheiten zum Teil unloesbare Finanz- und Organisationsprobleme in den Anwenderunternehmen verursachen.

Vor allem zwei Trends haben zu dieser komplexen Situation gefuehrt. Zum einen soll es in Unternehmen kuenftig keine Stand-alone-PCs mehr geben, weshalb der Vernetzungsgrad noch weiter steigen wird. Zum anderen verlangen die Downsizing-Aktivitaeten hin zu Client- Server-Architekturen einen ausgepraegteren Service als traditionelle Mainframe-Strukturen.

Die neue Situation verlangt einen entsprechenden Enduser-Support, fuer den der Studie zufolge allerdings oft kein internes Personal zur Verfuegung steht. Wenn es dann um die Neueinstellung von Experten geht, stossen die IS-Abteilungen schnell an ihre Budgetgrenzen. Als Konsequenz wurden in der Vergangenheit Einzelvertraege etwa zur Hardwarewartung oder LAN-Installation abgeschlossen. Ueber diese Situation sind IS-Manager keineswegs gluecklich, da Ueberschneidungen der einzelnen Services etwa bei der Entwicklung und Wartung von Software auftreten. Gibt es dann Probleme, schieben sich die einzelnen Dienstleister die Verantwortung dafuer gerne gegenseitig zu.

Enduser beurteilen das Outsourcing positiv

Die Vor- und Nachteile einer Auslagerung von Desktop-Services wird jedoch von IS-Managern und Endanwendern unterschiedlich beurteilt, wie die Auswertung der Input-Studie zeigt. So halten 60 Prozent der Enduser ein Outsourcing der Desktop-Services fuer notwendig, um sich auf die wesentlichen Aufgaben der IV konzentrieren zu koennen. 40 Prozent gehen sogar davon aus, dass ein externer Anbieter durch eine hoehere Produktivitaet auch ein besseres Preis-Leistungs- Verhaeltnis im Desktop-Service bieten kann.

Trotzdem stehen IS-Manager dem Outsourcing-Konzept kritisch gegenueber. Als entscheidenden Erfolgsfaktor geben sie die Servicebreite des Dienstleisters an: Erst die Moeglichkeit, von der Installation bis hin zur Wartung alles in eine Hand abzugeben, sorgt fuer eine wirkliche Entlastung des Managements. Grenzen sind dabei durch die Softwarestruktur gesetzt. Es ist fuer einen externen Serviceanbieter praktisch unmoeglich, die Wartung von Loesungen der "Marke Eigenbau" zu uebernehmen.