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04.02.2000 - 

Neuer GI-Vorstand will über Berufsbilder aufklären

In Zukunft sollen mehr Frauen für die Informatik begeistert werden

von Gabriele Müller* Der Mangel an akademisch ausgebildetem Informatikernachwuchs wird weiter anhalten. Das prophezeit die Gesellschaft für Informatik in Bonn. Sie plädiert dafür, das Image der Informatik in der Gesellschaft zu verbessern und den Beruf für Frauen attraktiver zu gestalten.

Der neugewählte Vorstand der Gesellschaft für Informatik (GI) will künftig stärker für ein realitätsnahes Bild der Informatik in der Gesellschaft werben. Präsident ist Heinrich Mayr, Professor an der Universität Klagenfurt. Vizepräsidenten sind Andrea Grimm, Director of Global Application Delivery bei IBM Global Services, Matthias Jarke, Professor an der RWTH Aachen sowie Andreas Stöckigt, Geschäftsführer der List Unternehmensberatung GmbH aus Schwerte.

"Da gibt es Nachholbedarf bei den Schulen, aber auch bei allen, die mit Beratung bei der Berufswahl zu tun haben." Vor allem die Frauen will die GI in Zukunft stärker mobilisieren. Lediglich zwischen zehn und 20 Prozent der Studierenden seien Frauen, informiert Stöckigt. Und von den Absolventinnen würden viele in der Familienphase wieder aus dem Beruf aussteigen. "Dabei bringen Frauen oft genau die Qualitäten wie zum Beispiel eine große Kundenorientierung mit, die in der angewandten Informatik sehr gefragt sind." Hier seien nun insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen gefordert, so Stöckigt. "Sie sollten flexiblere Arbeitszeiten, qualifiziertere Teilzeit- und Telearbeitsmöglichkeiten für Frauen bieten." Dringenden Handlungsbedarf sieht die GI, die in Zukunft auch mit den anderen Informatikverbänden stärker kooperieren will, auch bei der Hochschulausbildung selbst. Da an den Fachhochschulen zum Teil 70 Prozent aller Bewerber auf Grund eines kapazitätsbedingten Numerus Clausus abgewiesen werden müssten, sei eine Ausweitung der Studienplätze dringend erforderlich, um den Informatikermangel langfristig beheben zu können (siehe auch Thema der Woche). Der sei selbst kurzfristig durch eventuell jetzt wieder frei werdende Mitarbeiter nicht zu beheben, schätzt Stöckigt ein. "Wer bislang am Y2K-Problem gearbeitet hat, wird nun dringend benötigt, um die notwendigen Innovationen in der Informatik voran zu treiben."

*Gabriele Müller ist freie Journalistin in Wuppertal.