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05.12.1986 - 

Modellversuch zur Qualifizierung kaufmännischer Fachkräfte:

In zwei Wochen fit für den Mikro

FRANKFURT (CW) - Zwei Wochen intensiver Schulung reichen aus, um den Umgang mit dem Personal Computer zu lernen. Das geht aus der Zwischenbilanz eines Modellversuchs für kaufmännische Fachkräfte hervor die von der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände vorgelegt wurde.

Die Erfahrungen und Ergebnisse dieses Modellversuchs, der seit 1984 läuft, sind nicht für das Archiv, sondern sollten Wegweiser für eine zukunftsgerichtete Weiterbildung sein." Basis für die Ergebnisse der Begleitforschung, die die Forschungsstelle im Bildungswerk der hessischen Wirtschaft übernommen hat, sind die Daten von 107 Teilnehmern aus insgesamt 48 Betrieben.

Zwischenbilanz stimmt optimistisch

Die Zwischenbilanz des Modellversuchs stimmt die Initiatoren in ihren Aussagen optimistisch:

Zwei Drittel der Teilnehmerbetriebe sind kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten. Während größere Betriebe von Anfang an ein reges Interesse an dieser Weiterbildung hatten, mußten die kleineren allerdings verstärkt geworben werden. Hier besteht noch zuwenig Einsicht in die Notwendigkeit einer solchen Weiterbildung.

Für drei Viertel der Teilnehmer ist die Arbeit mit dem PC in ihrem Aufgabenbereich zum Zeitpunkt der Qualifizierung völliges Neuland.

Im Gegensatz zu anderen Weiterbildungsmaßnahmen ist die "Personal-Computer-Qualifizierung" nicht positionsspezifisch: Von der Sekretärin bis zum Chef wird das Angebot genutzt.

Emotionale Barrieren haben im Modellversuch kaum Bedeutung: Rund 96 Prozent der Teilnehmer besitzen eine positive Einstellung zur neuen Technologie. Die Teilnahmeinitiative zum Besuch dieser Weiterbildung geht nur mehr bei jedem sechsten Teilnehmer vom Vorgesetzten aus.

Zwei Wochen intensiver Schulung reichen aus (sind aber auch nötig), um Mitarbeiter für den Umgang mit dem Personal Computer zu qualifizieren. Danach haben selbst Computeranfänger keine "Tastaturangst" mehr. Die so qualifizierten Mitarbeiter wollen und können mit dem PC in ihrem Aufgabenbereich arbeiten. Eine Fehlinvestition dagegen, so ein weiteres Ergebnis, ist es, wenn Mitarbeiter sich selbst wochenlang per Handbuch die notwendigen Kenntnisse beibringen wollen.

Die Bedingungen für eine erfolgreiche PC-Schulung sind:

- Die Mitarbeiter haben nach der Schulung einen PC zur Verfügung.

- Sie haben Zeit, ihr neu erworbenes Wissen zu üben und zu verfestigen.

- Sie werden als Experten ihres Arbeitsplatzes anerkannt, also beteiligt bei der Einführung der neuen Bürotechnologie in ihrem Arbeitsfeld - und sie haben Möglichkeiten, die persönliche Arbeitsorganisation mitzugestalten.

- Sie haben Zeit, für die betriebsspezifischen Problemstellungen in ihrem Arbeitsbereich, die vorher mit Papier und Bleistift erledigt wurden, eine PC-Lösung zu erarbeiten.

Das muß sich noch in den Köpfen der betrieblichen Entscheider durchsetzen:

- Die Weiterbildung ist nur ein -allerdings zentraler - Baustein bei der Einführung der neuen Bürotechnologien.

- Zugleich muß das Equipment verfügbar sein. Eine Weiterbildung "auf Vorrat ist weniger erfolgreich und für den Mitarbeiter frustrierend.

- Den PC im Büro effektiv zu nutzen, ist verbunden mit einer veränderten Organisation der Arbeit.