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01.04.2009 - 

Apples geheime Produktpläne

iNav soll den Markt für mobile Navis aufmischen

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Erst lehrte Steve Jobs den Handy-Bauern das Fürchten, jetzt sind die Hersteller von mobilen Navigationsgeräten dran: Mit dem neuen iNav will Apple diesen Markt im Sturm erobern.

Während die Öffentlichkeit auf der US-Messe Cita Wireless neue iPhone-Anwendungen wie Citrix oder Skype bewundern darf, hatten die Kollegen unserer amerikanischen Schwesterpublikation "Computerworld" die Gelegenheit, hinter verschlossen Türen Apples jüngsten Coup zu bestaunen: Noch vor der großen Reisewelle im Sommer will das Unternehmen mit zwei eigenen Geräten in den lukrativen Markt für Navigationsgeräte einsteigen. Mit dem iNav - so der Name der Navi-Familie - soll die Erfolgsstory des iPhones wiederholt werden.

Im Gegensatz zum iPhone liefert Apple das iNav von Beginn an in zwei Varianten aus. Bei der kleineren ca. 500 Dollar teuren Nano-Version handelt es sich um ein so genanntes Offboard-System. Hier werden die zur Routenberechnung benötigten Kartendaten nicht auf dem Gerät gespeichert. Vielmehr muss sich der User vor jedem Navieinsatz die entsprechenden Streckeninformationen per iTunes aus Apples AppStore herunterladen. In den USA visiert das Unternehmen ein Preisniveau von 3,99 Dollar pro Strecke an.

Keine Kosten kommen auf die Käufer des größeren Modells zu. Das mit einem vier Zoll großen Touchscreen ausgestattete Gerät hat alle Straßeninformationen Onboard und ist komplett werbefinanziert. Apple hat Insider-Informationen zufolge Werbeverträge mit Autoherstellern, Autobahnrestaurants und angeblich auch diversen Clubs geschlossen. Aktualisiert der Benutzer vierteljährlich das Kartenmaterial per iTunes, dann kann Apple während des Updates auch neue Werbung einspielen. Ähnlich wie das iPhone bei seiner Markteinführung (nur GPRS statt UMTS) ist auch das iNav technisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit, denn es verwendet noch einen alten langsamen GPS-Chipsatz, so dass der User auf den ersten Satellitenfix fast zehn Minuten warten muss. (hi)

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