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25.10.2004

Inder verschärfen den Wettbewerb im Servicemarkt

IT-Dienstleister aus den USA dominieren den europäischen Markt. Neue Wettbewerber kommen aus Indien und dem Produktgeschäft.

Die vier größten IT-Service-Provider in Europa stammen aus den USA, in der Liste der größten zehn Häuser finden die Marktforscher von IDC ihren Erhebungen zufolge fünf Häuser mit US-amerikanischen Ursprung (siehe Tabelle: "IT-Service-Provider"). "Der Wettbewerb bleibt sehr intensiv. Die großen Unternehmen konkurrieren nicht nur untereinander, sie müssen sich zunehmend mit neuen Konkurrenten aus Offshore-Ländern und aus den Hard- und Softwaremärkten auseinander setzen", warnte Khalid Irshad, Senior Analystin IDCs europäischer Service-Group. Die Marktforscher sehen Dell und Oracle als viel versprechende Newcomer im hiesigen IT-Servicemarkt. Aus Indien drängen Tata Consultancy Ser-vices, Wipro und Infosys nach Europa. Noch sind deren Um-

sätze verschwindend gering, doch IDC schätzt die Anbieter vom Subkontinent mit ihren neuen Geschäfts- und Preismodellen sowie wachsenden Vor-Ort-Kapazitäten als ernst zu nehmende Herausforderer ein.

Der intensive Wettbewerb trifft die ansässigen Unternehmen in einer Zeit, in der sie ohnehin unter einer schleppenden Konjunktur, hart verhandelnden Kunden, niedrigen Honoraren und Überkapazitäten leiden.

Markt konsolidiert sich

Zudem hatten die Anbieter im Jahr 2003 noch mit eingefrorenen Budgets, gestoppten sowie verschobenen Projekten zu kämpfen. In der Folge hat sich der Markt konsolidiert und die Anbieterlandschaft reduziert. Beispiele sind die Übernahme von Schlumberger Sema durch Atos Origin, der skandinavischen Novo Group durch WM Data, der französischen Transiciel durch Capgemini sowie der belgischen Berater von KPMG durch Unisys.

Immerhin zeigte sich die öffentliche Hand insbesondere in Großbritannien spendabel. Für das laufende Jahr erwarten die IDC-Analysten steigende IT-Ausgaben im europäischen Behördenmarkt und in der Finanzdienstleistungsbranche. Große Hoffnungen ruhen auf dem deutschen Outsourcing-Geschäft. Hierzulande erwarten die Marktforscher eine wachsende Akzeptanz gegenüber den Auslagerungsdiensten. Dies äußert sich nicht zuletzt darin, dass große Konzerne ihre IT-Töchter an externe Betreiber verkaufen oder Teile des internen IT-Dienstleisters auslagern. Beispiele dafür sind der Verkauf von Triaton an HP und die Verlagerung des Rechenzentrumsbetriebs von der Karstadt-Quelle-Tochter Itellium nach Atos Origin. Unterm Strich hält IDC den europäischen Marktplatz insbesondere für große IT-Serviceanbieter für attraktiv. (jha)