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19.07.2010

Indische Vodafone-Tochter plant Börsengang - Kreise

Von John Satish Kumar DOW JONES NEWSWIRES

Von John Satish Kumar DOW JONES NEWSWIRES

MUMBAI (Dow Jones)--Das indische Gemeinschaftsunternehmen der Vodafone Group plc plant laut Kreisen den Gang aufs Parkett. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone Essar habe bei Investmentbanken Angebote für ein Mandat zur Durchführung eines Börsengangs (IPO) angefordert, der im kommenden Jahr erfolgen könne, sagten vier Banker mit entsprechenden Informationen am Montag. Der indische Mischkonzern Essar erwäge, sich im Zuge der Emission teilweise oder ganz von seiner Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen mit Vodafone zu trennen. Derzeit hält der britische Telekomkonzern Vodafone die Mehrheit von 67%, Essar die restlichen 33%. Vodafone Essar Ltd hat mehr als 106,34 Millionen Kunden in Indien.

Inwieweit die Beteiligungen der beiden Konzerne durch den IPO verwässert würden, sei noch nicht klar. Zwei der Banker erklärten, das Bieterverfahren für die Mandatierung habe bereits begonnen und werde bis in die kommende Woche andauern. Sprecher der Essar Group und von Vodafone lehnten eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

Nach der jüngsten indischen Mobilfunkfrequenz-Auktion hätten die Telekomunternehmen keine Barmittel mehr und müssten deshalb Kapital aufnehmen, vermutete ein Banker. Vodafone Essar war im Mai als Höchstbietender für zwei 5 MHZ-Frequenzen in neun Bezirken aus der Auktion hervorgegangen. Der Preis belief sich auf umgerechnet 1,74 Mrd GBP. Die neun Bezirke, zu denen unter anderem Neu Delhi, Mumbai und Kolkata zählen, erzielen 66% des Umsatzes von Vodafones indischer Tochter Vodafone Essar, hieß es seinerzeit.

Zudem braucht das Unternehmen Gelder, um in dem am schnellsten wachsenden Telekommarkt der Welt weiter zu expandieren. Die Konkurrenz ist hart, denn in jedem der 22 Bezirken gibt zwischen neun und 14 Wettbewerber.

Im Jahr 2007 hatte Vodafone die 67-prozentige Beteiligung an dem Mobilfunkbetreiber Hutchison Essar für 11,2 Mrd USD von Hutchison Telecommunications International Ltd übernommen. Das Unternehmen wurde danach in Vodafone Essar umbenannt. Mit der Essar Group vereinbarten die Briten, dass der indische Mischkonzern seine Beteiligung per Put-Option für 5 Mrd USD oder zu Marktpreisen an Vodafone verkaufen kann, je nachdem welcher Preis höher ist. Allerdings dürfen ausländische Konzerne nach indischem Recht nicht mehr als 74% an einem indischen Telekomunternehmen halten, deshalb kann Essar diese im Mai 2011 auslaufende Put-Option nicht vollständig ausüben. Nach Einschätzung eines Bankers hofft der Mischkonzern darauf, in einem Börsengang einen höhere Bewertung für ihre Beteiligung zu erhalten.

Webseiten: www.vodafone.com www.essar.com -Von John Satish Kumar, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/sha/jhe

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