Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.01.1984 - 

Umschulungsmaßnahme für arbeitslose Akademiker

Industrie und VHS ziehen an einem Strang

FRANKFURT (CW) - Unter dem Aspekt, arbeitslosen Akademikern insbesondere den Lehrern, wieder den Weg ins Berufsleben zu öffnen, bietet die Volkshochschule (VHS) des Main-Taunus-Kreises jetzt eine zweijährige Umschulungsmaßnahme zum Wirtschaftsinformatiker an. Die Ausbildung beinhaltet darüber hinaus die IHK-Prüfung zum Industriekaufmann.

Das Umschulungskonzept hat die VHS in Zusammenarbeit mit dem Fachvermittlungsausschuß des Frankfurter Arbeitsamtes, der Industrie- und Handelskammer Frankfurt und dem Computerhersteller Sperry entwickelt und der gegenwärtigen Marktsituation angepaßt.

Die doppelgleisige Ausbildung soll den Absolventen neben der Theorie auch die notwendige Praxis vermitteln. Sie erfolgt in namhaften Unternehmen des Rhein-Main-Gebietes, mit Unterstützung der VHS. So kann der "Umschüler" bereits während der Ausbildung die Weichen für einen adäquaten Job nach bestandener Prüfung stellen. Der praxisnahen Ausbildung wurde schon deshalb ein so hoher Stellenwert beigemessen, da Industriebetriebe sich bei der Einstellung berufsunerfahrener Hochschulabsolventen oft schwertun.

Weiter ist mehr als ein Drittel der Unterrichtszeit der praktischen Arbeit am Computer vorbehalten. Dazu gehören auch der Umgang mit den Instrumentarien der Systemanalyse, dem Projektmanagement und den wichtigsten Programmiersprachen.

Von 75 Interessenten wurden 21 für die laufende integrierte Ausbildungsmaßnahme ausgewählt. Zu den Auslesefaktoren gehören Einsatzbereitschaft, Durchsetzungsvermögen und Leistungswille - Kriterien, die beim Numerus clausus keine Berücksichtigung finden, wie Jürgen Nagel, zuständiger Dezernent des Main-Taunus-Kreises erklärte.

Die von der Bundesanstalt für Arbeit getragenen Kosten für die Umschulungsmaßnahme beziffert die VHS auf gut 650 000 Mark, rund 30 0000 Mark pro Teilnehmer. Keiner der Beteiligten mache, so VHS-Leiter Dr. Lothar Manker, einen Gewinn an diesem Projekt. Die Kooperation zwischen der Volkshochschule und der Industrie sei ausschließlich unter dem arbeitsmarktpolitischen Beitrag zu sehen.