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28.05.1999 - 

IBM will eigenen Ansatz durchsetzen

Industrie weiter uneins beim Policy-based Networking

SAN MATEO (IDG) - Das Fehlen allgemeiner Standards bremst die Akzeptanz für das Verwalten von Netzwerken auf Basis sogenannter Policies. Big Blue verkompliziert die Situation weiter: Die Company will ihre eigene Technik für das noch junge Verfahren etablieren.

Policy-based Networking soll Administratoren in die Lage versetzen, Regeln im Netzwerk zu definieren und durchzusetzen, um Anwendungen unterschiedliche Bandbreiten zuzuordnen. Derzeit krankt das durchaus interessante Konzept aber daran, daß viele Hersteller eigene Ansätze verfolgen, um es Wirklichkeit werden zu lassen.

Obwohl die Internet Engineering Task Force (IETF) an einer übergreifenden Norm für das Policy-based Networking arbeitet, versucht jetzt die IBM, ihre eigene Architektur durchzusetzen. Branchenkenner erwarten, daß der Hersteller in diesem Sommer auch eine konkrete Lösung vorstellen wird. Diese soll ein bestimmtes Format für die Netzregeln vorsehen, außerdem kommt Big Blues Vorschlag ohne den sonst notwendigen Policy-Server aus.

"Uns geht es unter anderem um ein einheitliches Modell dafür, wie Regelinformationen in einem Verzeichnis gespeichert werden, damit auf diese leichter zugegriffen werden kann", erläutert Bruce Dillon, Development-Manager für Policy-based Networking bei IBM. Big Blue bemüht sich derzeit, die IETF und die Desktop Management Task Force (DMTF) von dem Ansatz zu überzeugen.

Gelingt dies dem Hersteller, könnte dies das Aus für andere Ansätze bedeuten. Branchenprimus Cisco und eine Reihe weiterer Anbieter bauen auf das Common Open Policy System (Cops) sowie das Prinzip eines zentralen Policy-Servers. Die Mehrzahl der existierenden Router sind ohne ein solches Gerät nicht in der Lage, Netzregeln anzuwenden. Es bleibt daher abzuwarten, ob sich IBM gegen diese Opposition wird durchsetzen können.