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17.07.1981

Industrieroboter engen Arbeitsmarkt für Fachkräfte ein:Qualifizierter Mittelbereich rutscht ab

FRANKFURT (nw) - Zwischen "rund 15 000" und "mindestens 20 000" Maschinen werden bis 1990 in der bundesdeutschen Industrieroboten". Durch den Einsatz dieser Automaten wird sich, so ein Sprecher der Gewiplan Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Marktplanung mbH, das Arbeitsgebiet für Fachkräfte erheblich reduzieren.

"Roboter werden dazu führen, daß Facharbeiter ,abrutschen' und keine qualifizierte Arbeit mehr finden", stellt ein Sprecher der Marktforscher fest. Die Spanne in der Prognosezahl liegt der Studie "Marktpotentiale der Industrieroboter in der Bundesrepublik" zufolge in der Differenz zwischen einer "optimistischen" und einer "realistischen und pessimistischen" Einschätzung.

Montageroboter sind rar

Bis zum Ende dieses Jahrezehnts würden trotz beträchtlicher Einsatzhemmnisse in der Industrierobotermontage, wie zu enge räumliche Gegebenheiten- und technologische Schwierigkeiten (Sensorentwicklung, Steuerung), nahezu ein Viertel aller Roboter in diesem Aufgabenbereich arbeiten. Allerdings seien Montageroboter, die die gestellten Aufgaben optimal erfüllen, zur Zeit am Markt kaum erhältlich.

Auch 1990 werde noch ein Großteil aller Industrieroboter in der Fahrzeugindustrie installiert sein. Der Anteil werde sich in dieser Branche jedoch von heute 60 Prozent auf 30 bis 40 Prozent im Jahre 1990 reduzieren. Als ein wichtiges Resultat ihrer Ermittlungen bezeichnet Gewiplan die Tatsache, daß sich in einer Vielzahl von grundsätzlich roboterrelevanten Einsatzfällen die Investition in eine Roboterlösung des entsprechenden Fertigungsproblems einfach nicht amortisiere. Dies sei sehr oft darauf zurückzuführen, daß die heute bestehenden Fertigungsstrukturen in ihren Organisationsformen und ihrem derzeitigen Automatisierungsgrad nicht roboterfreundlich seien.

Darin sei ein Grund dafür zu sehen, daß das eigentliche "Take-off" im Robotermarkt erst ab 1985 stattfinden könne.

Die Gesellschaft ermittelte die Marktpotentiale der Industrieroboter in den Branchen Maschinenbau, Fahrzeugbau, Schiffbau, Luftfahrtindustrie, elektrotechnische Industrie, Feinmechanik, Optik, Spielzeugindustrie, Stahlverformung und Gießereiwesen, EBM-Industrie, Feinkeramik, Porzellan, Glasindustrie, Holzverarbeitung, Papier- und Pappeverarbeitung sowie Kunststoffverarbeitung.