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21.09.1984 - 

CW-Blitzumfrage zur Marktsituation nach der AT-Premiere und Preissenkungen beim PCXT-Modell

Industriestandard im Mikro-Bereich: "Whatever IBM does"

MÜNCHEN (CW) - Durch ein wahres Ankündigungsbombardement sowie zum Teil radikale Preissenkungen - so just beim IBM PC/XT (siehe Seite 1: "IBM fightet im unteren Bereich wie noch nie") ist der potentielle Käufer von Mikros, hie und da auch Personal Computer genannt, momentan total verunsichert. Anwender-Zitat aus der COMPUTERWOCHE (CW Nr. 38 vom 14. September 1984, Thema der Woche): "Im Augenblick heißt für mich die Devise: noch etwa zwölf Monate abwarten. Dann hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Und billiger sind die Dinger dann garantiert auch geworden." Angesichts dieser Abwartehaltung der Anwender scheint es dringend geboten, sachliche Informationen zu liefern, die des Markt motivieren. Aus aktuellem Anlaß (siehe oben) haben wir uns bei DV-Herstellern umgehorcht, wie sie auf den IBM-Rundumschlag reagieren. Auf die Frage nach dem Industrie-Standard im Mikrocomputer-Bereich war zwar des öfteren zu hören, daß es den einen nicht gäbe, doch ebenso wurde gesagt, letztlich drehe sich alles um Big Blue. Beispiel NCR: "Es ist sicher so, daß sich ein IBM-Standard durchsetzen wird." Originellste Antwort: "Whatever IBM does". Hier unsere drei Fragen und die Antworten von Mikroanbietern (in alphabetischer Reihenfolge):

Fragen der COMPUTERWOCHE:

1. Reaktion auf die IBM-Preisermäßigung: Werden Sie Ihre Preise entsprechend anpassen? (Modell/Prozent)

2. Welchen Produkt- und Marketing-Approach verfolgen Sie bei Ihren PC- und AT-Konkurrenzprodukten in bezug auf Kompatibilität und Integration (Prozessor, Betriebssystem, Kommunikation, Mikro Mainframe-Verbund etc.?)

3. Welche Mikro-Features (siehe Frage 2) werden sich Ihrer Meinung nach als Industriestandard durchsetzen?

Falk Uebe

Produkt Marketing Manager Altos Computer Systems, München

1. Durch die Ankündigung des IBM-Systems AT sieht Altos seine schon seit drei Jahren verfolgte Produkt- und Marketing-Strategie voll bestätigt, denn: Intel-Prozessoren, Mehrplatzfähigkeit, Xenix-Betriebssystem, Netzwerkfähigkeit und 3270/3870-Kommunikation zeichnen auch alle 16-Bit-Altos-Teamcomputer aus. Damit sind alle IBM-AT-Systeme zum unteren Bereich unserer Teamcomputer voll kompatibel.

2. Die Produkte von Altos waren schon immer von der Leistung und vom Preis her auf die Bedürfnisse unserer Zielmärkte zugeschnitten, das beweist unser Erfolg. Eine durchschaubare Preisgestaltung (Komplettpreise für Komplettcomputing) wird Altos, im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern, auch weiterhin seinen Kunden anbieten. Bezogen auf den einzelnen Benutzer sind bei einem voll arbeitsfähigen System die Altos-Mehrplatz-Computer immer noch im Preis/Leistungs-Verhältnis die kostengünstigste Alternative. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

3. Das Mehrplatzkonzept wird sich klar vom PC abgrenzen und weitere Bereiche der traditionellen Minis mit einschließen. Es ist die wirtschaftlichste Alternative, um aus dem Dilemma der PC-Insellösungen rauszukommen. Xenix wird dabei das Standard-Betriebssystem. Netzwerkfähigkeit und Kommunikation mit Großrechnern werden sich darüberhinaus überall durchsetzen.

Rüdiger Stubenrecht

Presse/Öffentlichkeitsarbeit, CTM Computertechnik Müller GmbH, Konstanz

1. Da CTM-Anlagen nicht direkt mit dem IBM PC konkurrieren, besteht derzeit keine Notwendigkeit zur Preissenkung.

2. Im Vordergrund der CTM-Verkaufsstrategie steht die Problemlösung für kommerzielle Anwendungen. Hauptziel ist die maximale Kompatibilität zur CTM-Basis. Dieses wird durch Ablauffähigkeit der Software auf allen jetzigen und zukünftigen Modellgenerationen ermöglicht. Die Verbindung zu Mikros oder Mainframes anderer Hersteller wird grundsätzlich über Netzwerk-Gates hergestellt. Industriekompatible Betriebssysteme werden in Zukunft zusätzlich zu unserem eigenen weiterhin entwickelten Betriebssystemen treten und zwar additiv, nicht alternativ.

3. Whatever IBM does.

Marlo Thompson

Data General GmbH, Frankfurt

1. Wir werden die Preise für unsere Arbeitsplatzcomputer nicht anpassen. Ein neues Produkt in einer niedrigeren Preisklasse wird jedoch am 20. September freigegeben.

2. Bei den Arbeitsplatzcomputern setzen wir denselben Prozessor (Intel 8086) wie IBM ein und parallel dazu unseren eigenen (MicroEclipse). Dasselbe trifft auf unser Betriebssystem zu. Unser portabler Personal Computer wird mit desselben Prozessor und Betriebssystem wie der IBM PC ausgestattet. Kommunikation: SNA/IEEE 802.3 (Ethernet), das bedeutet, daß wir zur IBM-Welt voll kompatibel sind.

3. Als Prozessor wird sich für die nächste Zeit wohl der Intel 8086/88 durchsetzen. Betriebssystem Einzelplatzsystem MS-DOS; Mehrplatzsysteme: noch offen. Kommunikation: bei professionellen Systemen SNA, sonst V.24. Mikro-Mainframe-Verbund: DFÜ über eine dieser Prozeduren, eventuell LAN. Die PCs werden mehr und mehr als intelligente Terminals eingesetzt.

Karl Hofmann

Leiter des Bereichs Arbeitsplatzcomputer und Büroinformationssysteme, Digital Equipment GmbH, München

1. Nein, weil wir davon überzeugt sind, daß unser Rainbow 100+ im Preis/Leistungs-Verhältnis zum IBM PC/XT auch unter Berücksichtigung der neuen IBM-Preise gut abschneidet.

2. Wir bieten mit unseren Arbeitsplatzcomputern der Professional 300-Serie bereits seit zwei Jahren Produkte an, die innerhalb unserer PDP-11- und VAX-Architektur hundertprozentig aufwärtskompatibel sind. Die Professionals verfügen über alle Netzwerkfähigkeiten (DECnet, Ethernet), die unsere PDP-11- und VAX-Computer seit Jahren so erfolgreich im Bereich der verteilten Datenverarbeitung machen.

3. Wir glauben nicht, daß sich kurzfristig ein Standard im Mikrobereich durchsetzen wird. Wenn sich längerfristig ein Standard etablieren sollte, so wird das unserer Meinung nach nicht auf der Basis der heute existierenden Produkte sein. Wichtige Mikro-Funktionen, für die sich Standards durchsetzen werden, sind unserer Auffassung nach Kommunikationskontrolle, Datenbankzugriff und Grafik.

Udo Philipp

Ericsson Information Systems GmbH, Düsseldorf

1. Unser Prinzip ist es, den marktgerechten Preis zu setzen und wir sind der Ansicht, daß die IBM-Preise eine gewisse Leitfunktion im PC-Marktpreisgefüge haben, das heißt, daß wir unsere Preise entsprechend anpassen.

2. Die volle Kompatibilität des Ericsson PC zum PC/XT ist die Ausgangsbasis unserer Strategie. Durch höhere Funktionalität (Grafik auf monochromem Schirm, Winchester im Basischassis etc.) und sehr gute Ergonomie glauben wir, dem Anwender Zusatzvorteile bieten zu können. Aufgrund unserer vielseitigen Kommunikationsfeatures ist der Ericsson PC in die öffentlichen Netze (wie Telefon, BTX etc.) einbindbar. Über 3270 und Transdata-Schnittstellen ist der Ericsson PC eine wesentliche Komponente in Rechnerverbund.

Dieter Frank

Fortune Systems GmbH, Frankfurt

1. Unsere Preispolitik basiert darauf, unseren Benutzern für ihre Aufgabenstellungen im Bereich der ausbaufähigen Unix-Mikros Hard- und Softwarelösungen mit einem besseren Preis/Leistungs-Verhältnis zu bieten.

Auch nach der jüngsten Preissenkung der IBM ist dies weiterhin gewährleistet, denn Fortune hat in diesem Jahr bereits zweimal seine Preise gesenkt.

2. In bezug auf Kompatibilität zu IBM ist bei Fortune der Anschluß an IBM-Zentralrechner gegeben (3270 3780), über X.25 kann sich der Benutzer an das Datex-P-Netz anschließen und sich mit vielen IBM-Rechnern austauschen. Ähnliches gilt für Bildschirmtext. Die Fortune-Rechner lassen sich somit auch ausgezeichnet als Abteilungsrechner in Anbindung zu IBM-Mainframe-Systemen einsetzen. Nun, da sich IBM entschlossen hat, ein Unix-Derivat (Xenix) als Betriebssystem anzubieten, leben der Fortune- und der IBM-Benutzer in der gleichen Welt der vielzähligen Unix-Anwendungen .

3. Folgende bereits von Fortune angebotene und jetzt von IBM angekündigte Funktionen werden sich als Standards durchsetzen:

- Mehrplatzsysteme;

- Unix-Betriebssystem;

- Anschluß an Großrechner via 3270, 3780;

- Verbindung von Rechnern untereinander über Datex-P (X.25);

- Bildschirmtext;

- Portabilität von Programmen in der Sprache C;

- Integration von Programmpaketen wie Buchhaltung; Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Grafik; Datenbank und Datenfernübertragung.

Hans-Heinz Hofmann

NCR, Augsburg

1. NCR hat sich in diesem Markt etabliert. Wir werden deshalb geeignete Schritte unternehmen, um in diesem Markt auch weiter eine hervorragende Rolle zu einzunehmen.

2. NCR wird prinzipiell weltweit zwei Produktlinien verfolgen:

a) eine einheitliche Produktlinie inclusive z. B. Kommunikationsschnittstellen zu anderen Systemen;

b) eine IBM-kompatible Produktlinie.

3. An ein Einschwenken auf eine IBM-Linie ist nicht gedacht. Zumal wir im Bereich der Mikro-Mehrplatzsysteme auch mit Unix rechnen. Zum anderen ist es sicherlich so, daß sich ein IBM-Standard bei Hardware und Betriebssoftware durchsetzen wird.

Heinz-Günther Klaus

Honeywell Bull AG, Köln

1. Unser Micral-System 90 ist nicht direkt im PC-kompatiblen Bereich angesiedelt. Unser Schwerpunkt sind professionelle Anwendungen, vor allem auch Mehrplatzsysteme. Insofern sind wir von der Preissenkung nicht direkt tangiert. Indirekt ist natürlich jeder Hersteller betroffen und auch wir werden diesen Markt sorgfältig prüfen und uns gegebenenfalls Anpassungen überlegen müssen. Im Moment ist es für uns jedoch zu früh, dazu konkret Stellung zu nehmen.

2. Wir bieten Micral 90 mit dem Betriebssystem Prolog 90 als Mehrplatzsystem an. Übrigens interessant, daß wir zuerst das Mehrplatzsystem hatten und nicht IBM. Die Integration und PC-Kompatibilität in unserem bisherigen Marktsegment ist, so wie wir das sehen, nicht von nachteiliger Relevanz. Unsere Schwerpunkte sind Branchenlösungen die durch unsere Vertriebspartner erarbeitet werden. Wir haben dabei ein sehr breites Spektrum und unser Markt ist von den IBM PCs bisher nicht beeinflußt worden. Im übrigen visieren wir aber auch Kunden an, die Mikros als eigenständige Systeme und zusätzlich als Terminal zum Hauptrechner einsetzen wollen. Das ist eine sehr wichtige Marketingphilosophie bei uns. Wir finden, daß bei den etablierten DV-Systembenutzern sich in erster Linie diejenigen Standards durchsetzen werden, die diese Doppelfunktion abdecken nämlich den Einsatz als autonomes System und als Terminalsystem.

Eberhard Färber

PCS GmbH, München

1. Unser Hochleistungs-Unix-Rechner Cadmus 9000 steht nicht in direktem Wettbewerb zum IBM PC/XT. Auch die Ankündigung des AT ist für uns nicht überraschend - eher schon, daß mit der Intel-286-Lösung keineswegs die geeignete Architektur für einen Unix-/Xenix-Rechner ausgewählt wurde.

Immerhin freut uns, daß sich IBM nun doch für ein Betriebssystem entschieden hat, mit dem wir seit vier Jahren Erfahrung gesammelt haben. Dies ist ein großer Vorteil für den Anwender, wenn er in die Unix-Welt einsteigen will.

Eine Preisanpassung ist jedenfalls nicht erforderlich, denn unser Preis/ Leistungs-Verhältnis ist besser als beim AT und: Wir können liefern und Support bieten.

2. Unser Cadmus-Produkt basiert konsequent auf dem AT&T-Unix-Standard, zur Zeit System V. Firmenstrategie sind außerdem High-Technologie-Features, sowohl im Hardware-als auch im Softwarebereich. Neben der Portabilität erwirbt unser Kunde bei uns auf Anforderung die Integrationsfähigkeit mit Mainframes. Wir bieten z.B. an: Die IBM SNA-Kopplung, die DEC-Net-Kopplung. Der Rechnerverbund (LAN mit Gateway) ist auf höchster Funktionalitätsebene realisiert (Newcastle Connection).

3. Der Kunde erwartet "offene Systeme":

- offen für leistungsfähige und komplexe Softwarepakete, wie sie auf dem Weltmarkt angeboten werden,

- offen für die Kommunikation mit anderen Rechnersystemen.

Wir sind davon überzeugt - und die IBM-Ankündigung bestätigt dies - daß sich Unix auf dem Markt der gehobenen Arbeitsplatzrechner durchsetzen wird. Kein anderes Betriebssystem läuft auf so vielen unterschiedlichen Rechnersystemen - eine beruhigende Sicherheit für den Anwender und seine Software-Investitionen.

Christian Wegehaupt

Leiter Marketing Northern Telecom Data Systems GmbH

1. Zu einer Preisanpassung sehen wir uns zur Zeit nicht genötigt.

2. Unsere Vienna-Familie integriert bereits heute - knapp sechs Monate nach der Ankündigung - mit der Kombination von 286-Prozessor und Xenix 3.0 in den Shared-Resource-Computern und MS-DOS 2.0 in der 186-gesteuerten multifunktionalen Terminal-Familie Industriestandards, wie die ersten Installationen in Europa zeigen.

Die zum Teil "dramatischen Verbesserungen" von Xenix 3.0 gegenüber Unix-Systemen erlauben bereits heute eine Kompatibilität zwischen MS-DOS und Xenix-Anwendungen. Die Einbettung in das IBM-Umfeld ist zusätzlich durch umfangreiche Kommunikationsmöglichkeiten gegeben.

3. Die Kombination der Intel-Prozessoren mit Xenix und MS-DOS wird

sicher langfristig ein Industriestandard sein, wenn man die Entwicklung der Intel-Prozessor-Linie und die sibyllinische Aussage von IBM "PC-DOS wird sicherlich wesentlicher Bestandteil unserer Produktfamilien sein" richtig deutet.

Günter H. Krauss

Rair Computer GmbH, Köln

1. Die IBM-Preisphilosophie hat keinen Einfluß auf die Preisgestaltung von Rair-Produkten, da alle Rair-Produkte in anderen Einsatzbereichen zum Tragen kommen. Ferner scheint der Versuch der IBM, durch Preissenkungen auf Teufel komm raus den PC-Forecast zu erreichen,- als Eingeständnis, daß der PC in Deutschland doch nicht den Durchbruch erzielt hat, den IBM wollte.

Durch die Dollarkurssituation scheinen branchenweit viel eher Preiserhöhungen anzustehen als Preissenkungen. Dies gilt für alle Mikrocomputerprodukte durch den hohen USA-Anteil an Bauteilen. Falls die Branche sich von einem Mitbewerber die Preisgestaltung vorschreiben läßt, würde das das Ende der Mikrocomputeridee bedeuten - nämlich Ende der Innovation.

2. Das Verkaufsargument "Ich bin auch gleich" ist für Rair-Produkte nicht anwendbar, da der innovative Charakter der Produkte kein Zurückschrauben auf sogenannte "IBM-Standards" ermöglicht. Als Beispiel: IBM kündigt jetzt die Verwendung der jAPX-Prozessoren an, Rair hat diese bereits seit Mai dieses Jahres im Vertriebsprogramm.

3. Es ist nicht abzusehen, welche Standards sich für Mikros durchsetzen lassen. Art und Spektrum der Produkte lassen vielmehr die Existenz mehrerer Linien zu. Auch im Fahrzeug gibt es parallel Benzin- und Dieselmotoren, und weitere sind im Gespräch. Mittelfristig wird sich der Standard durchsetzen, der folgende Grundlagen erfüllt:

- Hardwarekonzepte, die auch in Hinblick auf zukünftige Weiterentwicklung leistungsfähig bleiben.

- Betriebssysteme, die keinen Einbahnweg bedeuten, sondern Ausbaumöglichkeiten beinhalten. Betriebssysteme, die vermarktbar und von der Mehrzahl der am Vertrieb Beteiligten beherrschbar sind. Ob das Betriebssysteme wie Unix sein werden, wird von der Ausbildung der Programmierer und von dem Vorhandensein von Programmierwerkzeugen abhängen. MS-DOS scheint ein Weg in die Sackgasse zu sein, da es nicht als Konkurrenzbetriebssystem zu Minicomputern bestehen kann, wenn es auf der neuen Klasse der Supermikros eingesetzt werden soll.

Jürgen Kesper

Zilog GmbH

1. Zilog hat im Gegensatz zu IBM die Preise um 13 Prozent anheben müssen, um den Anstieg des US-Dollars zu kompensieren. Obwohl diese Maßnahme bei Kunden sicher keine Freude auslösen wird, halten wir das Preis/Leistungs-Verhältnis unserer Produkte für gut.

2. Für unser System-8000 besteht Kompatibilität im Unix-Bereich. Integration wird ermöglicht einerseits durch Kopplung von IBM-(kompatiblen) PC mittels des Softwarepaketes "PC-Works", andererseits durch Kopplung an IBM-Großrechner über 2780/3780- sowie 3270-Protokolle.

Unser Vertriebskonzept zielt weiterhin auf Systemhäuser, deren Vermittlerfunktion gerade in dem Unix-Bereich von großer Bedeutung ist. Der Meinung des zitierten Anwenders können wir uns nicht anschließen: Schon immer ging es in der DV-Welt etwas wild zu und die "Dinger" wurden besser und billiger. Nur, abwarten löst keine Probleme, schon gar nicht den uralten Streit zwischen zentraler DV (die kein dezentrales Konzept hat oder will) und den Fachabteilungen, denen DV kein Selbstzweck ist.

3. "Den" Standard wird es nie geben weder von IBM, noch von AT&T oder sonstwem. Und das ist auch gut so. Auf diese Weise ist das Angebot zwar weniger gut überschaubar, bietet jedoch dem Anwender zumindest die Chance, für sich das richtige zu finden. Mit einem Computerhersteller (eventuell als Staatsmonopol) wäre niemandem gedient.