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30.04.2004 - 

Aktie der Woche

Infineon: Wenig Fantasie trotz guter Zahlen

Infineon konnte im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres den Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro steigern. Zudem wandelte sich der Konzernfehlbetrag von 368 Millionen Euro in einen Konzernüberschuss von 73 Millionen Euro. Trotz der guten Ergebnisse wurde die Aktie abgestraft, vornehmlich wegen der Entwicklung der Sparte Speicherprodukte. Hier betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im zweiten Quartal nur noch 13 Millionen Euro, nachdem im ersten Quartal ein Ebit von 57 Millionen Euro erwirtschaftet werden konnte. Analysten bemängelten, dass Infineon es nicht schaffe, die Kosten für Speicherchips schnell genug zu senken, und Preisrückgänge nur durch höhere Verkaufszahlen kompensieren könne.

Positiv bleibt, dass der Konzern die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 17 auf 18 Prozent des Umsatzes erhöht hat. Die Angaben zur Brutto-Cash-Position (2,9 Milliarden Euro) hingegen erscheinen aus Anlegersicht zur Beurteilung der Aktie wenig hilfreich und möglicherweise sogar irreführend. Die Nettofinanzposition (abzüglich Finanzverbindlichkeiten) von Infineon beträgt nur rund 400 Millionen Euro. Fundamental betrachtet ist Infineon damit zwar solide aufgestellt, mehr aber auch nicht. So beläuft sich die Eigenkapitalquote bei einer Bilanzsumme von 10,82 Milliarden Euro auf 55,2 Prozent. Da Infineon an der Börse auf den 1,4-fachen Wert des buchmäßigen Eigenkapitals kommt, muss es mittelfristig gelingen, eine überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite (rund zwölf Prozent beziehungsweise 700 Millionen Euro Jahresüberschuss) zu erwirtschaften. Dies erscheint derzeit aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks durch asiatische Anbieter eher unwahrscheinlich. (ajf)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.