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02.06.1989 - 

Hamburger bleiben gegen harte Konkurrenz auf der Strecke:

Info AG ist im Leasing-Geschäft nur noch Agent

HAMBURG - "Aggressive Leasingmodelle" der Konkurrenz und ein Preisverfall bei Großsystemen im Secondhand-Markt haben der Hamburger Info Gesellschaft für Informationssysteme AG das Jahresergebnis 1988 versalzen. Als Konsequenz aus diesem Mißerfolg hat sich das Unternehmen von dem gesamten Leasingbereich getrennt.

Nach Darstellung von Vorstandvorsitzendem Hans-Peter Bauer sind bisher nicht übliche Preisnachlässe der Mitbewerber und die eigenen Aktivitäten der IBM im Leasinggeschäft für das schlechte Abschneiden der Info AG verantwortlich. Im Hardwarebereich ist der Umsatz durch diese "Sondereinflüsse" um 3,5 Prozent auf 77,7 Millionen Mark (Vorjahr 80,5 Millionen) zurückgegangen. Aus der vorzeitigen Beendigung von Leasingverträgen entstanden den Hamburgern jedoch insgesamt Abwicklungsverluste in Höhe von 7,1 Millionen Mark. Ausschlag gebend für die Entscheidung des Vorstandes, die Finger vom Leasing zu lassen, war schließlich der Verlust eines Auftrages mit einem Volumen von 20 Millionen Mark im vergangenen November. Käufer des Hardware-Portefeuille der Info AG ist die Computer Equipment Investors Inc. in New York, die mit der Hongkong and Shanghai Banking Group zusammenarbeitet. Die Info AG bleibt lediglich als Agent des neuen Inhabers im Geschäft.

Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 1988 ist um 10,3 Prozent auf 142,4 Millionen (Vorjahr 129 Millionen) gestiegen. Der noch im August letzten Jahres geplante Umsatz von 150 bis 170 Millionen Mark wurde durch das Hardware-Mißgeschick nicht erreicht. Der Bereich Service bestreitet mit einem Anteil von 64,8 Millionen Mark fast die Hälfte des Geschäftsvolumens. Das Segment Ausweichrechenzentren verzeichnete einen Zuwachs von knapp 27 Prozent auf 30,8 Millionen Mark (Vorjahr 24,3). Die Aktivitäten im Bereich DV-Unternehmensberatung und Softwareentwicklung wurden um 40 Prozent ausgebaut und trugen 34 Millionen (24,3) zum Umsatz bei. Die Dividende pro 50-Mark-Aktie beträgt für 1988 3,50 Mark. Im Vorjahr hatte sie 7 Mark betragen.

Für das Geschäftsjahr 1989 will der Vorstand mit den verbliebenen Bereichen Service und Ausweichrechenzentren einen Gesamtumsatz von rund 100 Millionen Mark erreichen. Der bisherige Geschäftsverlauf in diesem Jahr läßt nach Angaben von Bauer eine Ertragslage und Dividende wie 1987 erwarten.