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10.08.2001 - 

Wandel zum ganzheitlichen IT-Dienstleister abgeschlossen

Info AG konzentriert sich auf Ertragssteigerung

MÜNCHEN (gh) - Für die Hamburger Info AG war auch das abgelaufene Geschäftsjahr 2000 ein insgesamt gutes Jahr. Der vor drei Jahren eingeleitete Wandel zum Anbieter kompletter IT-Services ist abgeschlossen. Entsprechend positioniert, will man nun an der Verbesserung der Erträge arbeiten und im laufenden Jahr nach Möglichkeit den Breakeven schaffen.

Steffen Heine gibt sich im CW-Gespräch sichtlich zufrieden. "Der stärkere Fokus auf die Rolle eines Solution Providers in den Bereichen Business Applications, Business Continuity und Corporate Networks hat sich ausgezahlt", bekräftigt der Info-AG-Vorstand. Schon im ersten Quartal habe beispielsweise der Auftragseingang im Segment Business Applications, in dem man den Betrieb von Anwendungen für Unternehmen (in erster Linie R/3-Systeme aber auch kundenindividuelle Lösungen wie ausgelagerte Firewall-Dienste, E-Business-Lösungen oder Data-Warehouse-Projekte) zusammenfasse, das entsprechende Umsatzvolumen des gesamten Jahres 2000 übertroffen. Für die Hamburger, deren Wurzeln im reinen Betrieb von Ausweich-Rechenzentren liegen und die Ende der 80er Jahre als Netzbetreiber einer der Pioniere im deutschen Datenkommunikationsmarkt waren, bedeutet dies eine Bestätigung der vor drei Jahren begonnenen Neuausrichtung, die vor allem eine Stärkung des anwendungsbezogenen Service- beziehungsweise Outsourcing-Geschäfts zum Zweck hatte.

Insgesamt trug besagte Sparte, die von der Konzerntochter Info Business Systems GmbH betreut wird, im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 rund 25,2 (Vorjahr: 33,2) Millionen Euro und damit fast ein Drittel des Gesamtumsatzes von 79,7 Millionen Euro zu den Einnahmen bei. Ein Anteil, der sich laut Heine mittelfristig spürbar erhöhen könnte, denn gerade im Business-Applications-Bereich bewege man sich in einem "absoluten Wachstumsmarkt". Wichtig sind für die Info AG aber auch in Zukunft die beiden anderen Geschäftsfelder Business Continuity (Ausweich-Rechenzentren) und Corporate Networks, wo im vergangenen Jahr Umsätze von 21,5 (20,6) beziehungsweise 33,0 (35,8) Millionen Euro erzielt wurden.

Einmal mehr entpuppte sich der Netzbereich jedoch als Verlustbringer, der mit einem Minus von 5,1 (7,4) Millionen Euro zu Buche schlug und damit konzernweit zu einem Jahresfehlbetrag von 2,5 (3,8) Millionen Euro führte. Heine zufolge lagen hier deshalb auch im zurückliegenden Geschäftsjahr die Bemühungen auf "weiteren Optimierungsmaßnahmen", um in absehbarer Zeit kostendeckend zu arbeiten. So wurde unter anderem Anfang des Jahres die Partnerschaft mit dem internationalen Netzbetreiber Equant um eine weitere Kooperation mit der Telekom-Tochter T-Data GmbH ergänzt. Grundsätzlich gelte hier, so Heine, für das Info-AG-Management nach wie vor die Devise: Man wolle möglichst schnell in den Bereich einer "schwarzen Null" kommen, um im Konzernergebnis insgesamt einen nennenswerten Profit ausweisen zu können.

Auch die leichten Umsatzrückgänge in den Sparten Corporate Networks (und Business Applications) seien in diesem Zusammenhang zu sehen, da man sich aus besonders verlustträchtigen Projekten zurückgezogen habe. "Kontinuierliche Marktanteile zu gewinnen ist wichtig. Unser Augenmerk ist aber eindeutig auf die Profitabilität gerichtet", gibt der Vorstand als Devise aus. Demnach müsste im laufenden Geschäftsjahr 2001 konzernweit unter dem Strich ein deutlich positives Ergebnis stehen, was Heine zumindest nicht dementiert - und im Lichte der eindeutigen Profitorientierung ein eher verhaltenes Wachstum in Aussicht stellt.