Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

16.05.1986 - 

Tagung der Studiengemeinschaft Akzente in Düsseldorf:

Info Management als Lexikon des Unternehmens

MÜNCHEN/DÜSSELDORF (CW) - Vom Informationsmanager zum Informationsmanagement - Konzepte und Strategien: dies soll der Tenor einer Arbeitstagung sein, die die Münchner Studiengemeinschaft Akzente am 24. und 25. Juni 1986 in Düsseldorf veranstaltet. Experten und Praktiker wollen dabei Lösungsansätze vermitteln, Fallbeispiele präsentieren und Erfahrungen austauschen. Stichworte sind strategische Wertschöpfung, Organisation des Informationsmanagements sowie integrierte Informationssysteme und Konzepte für die individuelle Datenverarbeitung.

Markterschließung und Wettbewerbsvorteile sind zunehmend eine Frage besserer Information. Hans-Jorg Bullinger nimmt diesen immer häufiger gehörten Gemeinplatz in seinem Referat "Vom Krisenmanagement zum Chancenmanagement" auf. Aspekte des Direktors des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart werden die Überlegungen sein, ob Information künftig wichtiger als Kapital und Arbeit sein wird, wie betriebsindividuelle Rationalisierungschancen wahrzunehmen sind und welche Einführungsstrategien für das Informationsmangement vorhanden sind. "Informationsmanagement bedeutet im weiten Sinn zunächst einmal den Aufbau einer schlagkräftigen Informationsstruktur im Unternehmen", formuliert Bullinger.

Schnittstellen und Wirtschaftlichkeit

Die Tagung soll unterschiedliche Ansätze vorstellen, wie mit Information die Effektivität der Gesamtorganisation verbessert werden kann. So skizzieren zum Beispiel die Vegla Vereinigte Glaswerke GmbH, Aachen, ihre "Integrierten Informationssysteme" in Düsseldorf. Schwerpunkte sind dabei "Integration und Automatisierung von Schnittstellen", die einheitliche Informationsstruktur und Dezentralisierung der Informationsverarbeitung sowie ein integriertes Informationssystem für Auftragsbearbeitung und Fertigungsplanung/-Steuerung.

Mit der Konzeption für kundenorientierte Informationsverarbeitung beschäftigt sich die Vereins- und Westbank AG in Hamburg. Der Weg vom zentralen Rechner zu dezentralen Lösungen ist auch die autarke Informationsverarbeitung in den Geschäftsstellen Inhalt des Referats. Immerhin besteht in diesem Unternehmen eine LAN-Vernetzung mit über 100 Arbeitsplatzcomputern. Bei der Maschinenfabrik H. Jungheinrich in Hamburg kommt das Thema Benutzer-Service-Zentrum zum Tragen. Organisation, Anwendungsberatung mit Hotline-Support und Eigenentwicklung sowie Einbindung des BGZ in das Informationsmanagement sind die Facetten.

Ein Rahmenkonzept für strategische DV stellt die MVV Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH in Mannheim vor. Schwerpunkt: Endbenutzersystem für dispositive und operative Anwendungen.

"Lexikon des Unternehmens" nennt der Zentralbereich Organisation und DV der Vereinigten Papierwerke Schickedanz & Co. in Nürnberg die einheitliche logische Architektur für Kommunikationsprozesse.

Als eines der Highligts in Düsseldorf ist die Vorstellung der Organisation des Informationsmanagements bei BMW zu sehen. Stichpunkte sind unter anderem Informations-Infrastruktur unter Integration von Daten, Text, Grafik und Sprache wie auch Informationssysteme für Aufgabenerfüllung und Entscheidungsfindung auf allen Hierarchieebenen.

Der Wirtschaftlichkeitsnachweis als zentrales Thema in der Diskussion taucht im Büro-Informationsverarbeitungskonzept der Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH, Unternehmensbereich Luftfahrt, in München auf. Sie stellt weiterhin ihre Supportstruktur und Supportorganisation heraus und beschäftigt sich mit Bedarfsplanung.

Zwei Versicherungen präsentieren ihre Aktivitäten im Sektor DV-Management. Konzepte für integrierte Informationsverarbeitung bei der R+V Versicherungsgruppe in Wiesbaden umfassen die Punkte Informationssystem zur Unterstützung des Vertriebs, Aufbau von Planungs- und Steuerungswerkzeugen für das Management und Aufbau einer unternehmensweiten Informations-lnfrastruktur.

Strategische Planung zur Informationsstruktur

Die Informationssysteme bei der Colonia Versicherungen AG in Köln werden im Hinblick auf Erfahrungen mit der Individuellen Datenverarbeitung (IDV) präsentiert, so dem Information Center, und weiterhin den Planungs- und Steuerungssystemen für Führungskräfte mit und ohne IDV.

Als Berater kommen die Unternehmen Arthur D. Little aus Wiesbaden sowie Anderson & Co. aus Hamburg mit Überlegungen zur künftigen Informationsstruktur sowie der strategischen Planung zu Wort.

Wer weiterhin nur "Daten verarbeitet" statt "entscheidungsunterstützende Information" anzubieten, wird den Anschluß verpassen, postuliert die Studiengemeinschaft Akzente. Die Zielvorgabe von Hans-Jörg Bullinger lautet: Informationsmanagement ist dann in einem Unternehmen integriert, wenn der überwiegende Teil der Mitarbeiter unter anderem auf folgende Fragen Auskünfte geben kann:

- Was wird im Gesamtunternehmen zur Verbesserung der Information unternommen?

- Wie kann ich Information messen, in welchen Kennzahlen kann ich sie ausdrücken und wie sie verbessern?

- Was ist Information in meinem Aufgaben- und Verantwortungsbereich?

Informationen: Studiengemeinschaft Akzente, 8000 München 70, Plinganserstraße 92,

Telefon 0 89/7 23 13 77.