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27.09.1991 - 

Neuer Service auf der Basis von Infonet-Leitungen

Infolan von Interpak für die Verbindung von LANs und WANs

KOBLENZ (CW) - Das zur Telekom gehörende Unternehmen Interpak bietet seit zwei Monaten einen ersten professionell organisierten Netzwerkservice zwischen LANs und WANs.

"Infolan", so der Name der neuen Dienstleistung, ermöglicht weltweit gemanagte Verbindungsmöglichkeiten von Unternehmen zu Unternehmen zu Fixpreisen. Die jeweiligen Gebühren für diese schlüsselfertigen Lösungen sind abhängig von der Anzahl der angeschlossenen LANs und deren geografischen Standorten sowie der benötigten Übertragungsgeschwindigkeit. Kundenspezifische Infolan-Lösungen werden so gestaltet, daß örtlich auseinanderliegende Verbund-Systeme über ein Wide-Area-Network (WAN) miteinander verbunden sind. Dabei werden die üblichen Protokolle, so zum Beispiel TCP/IP oder Source Route Bridging, eingesetzt. Zur WAN-LAN-Verknüpfung auf der Basis festgeschalteter Verbindungen des Netzbetreibers Infonet dienen Cisco-Router.

"Unsere Kunden können jetzt unter verschiedenen Netzwerktopologien und bei entsprechender kundenspezifischer Anpassung zwischen virtuellen, hybriden oder privaten Infolan-Lösungen wählen", erklärt der Interpak-Manager Lorenz Moosmüller. Auch die geografischen Bereiche, die der Anwender abdecken wolle, sowie die von ihm benötigten Übertragungsgeschwindigkeiten, ließen sich sowohl bei zentralisierten als auch bei dezentralisierten Informationssystemen individuell handhaben.

Nach den weiteren Angaben von Moosmüller bietet der Infolan-Dienst insbesondere in weit entfernten Ländern Vorteile, weil es den Benutzer wesentlich teurer zu stehen käme, Spezialisten dorthin abzustellen, anstatt die notwendigen Service-Leistungen von Interpak ausführen zu lassen.

Die zur Zeit verfügbaren Geschwindigkeiten reichen von 9,6 über 56 und 64 Kilobit pro Sekunde bis hin zu T1 und E1. Ab Frühjahr 1992 wird Infolan neben TCP/IP und Source-Routing-Protokollen auch die Normen von Netware, IPX, Decnet und Appletalk unterstützen.

Als zwei bereits wichtige Kunden unter Vertrag sind das kalifornische Unternehmen Mips Computer Systems und die belgische Kreditbank mit 700 einheimischen und internationalen Zweigstellen zu nennen. Der DV-Anbieter aus Sunnyvale hat ein virtuelles Infolan-Netzwerk das auf der Basis von TCP/IP arbeitet, für sieben Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Japan angemietet. David Berg, Vizepräsident für MIS bei Mips, betont im Hinblick auf die neue Kommunikationsschiene, daß Infolan eine kostengünstige Lösung darstelle, um den, Datenverkehr eines Unternehmens zu steigern, ohne die monatliche Rechnung zu erhöhen.