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21.11.2003 - 

Technik von Infotrust druckt Wasserzeichen auf Dokumente

Infomark nutzt Papier als mobilen Datenträger

MÜNCHEN (CW) - Infotrust aus Bratislava (Slowakei) hat eine Technik namens "Infomark" entwickelt, mit der sich vertrauliche Informationen über Papierdokumente fälschungssicher zwischen IT-Systemen austauschen lassen.

Zweck der Infomark-Lösung ist es, Fälschungen von Papierdokumenten zu unterbinden. Außerdem lassen sich damit Sicherheitsmerkmale in Ausweisen oder Formularen hinterlegen, die der Empfänger nutzen kann, um die Echtheit der Daten zu prüfen. Im Ausgabebereich druckt die Software eine Art Wasserzeichen auf das Papier. Der ebenfalls mit Infomark ausgestattete Empfänger scannt das Dokument ein und wertet den ausgedruckten Fingerabdruck aus. Das Verfahren soll sich für die elektronische Prüfung von Pässen und Visa sowie die Auswertung von Zoll- oder Frachtpapieren eignen. Laut Hersteller gewährleistet Infomark, dass die in gedruckter Form übermittelten Informationen nicht verändert oder gefälscht werden können. Infolge von Datenredundanz soll es möglich sein, selbst aus einem zerrissenen Schriftstück oder aus einem, an dem Teile fehlen, den gesamten Informationsgehalt herauszulesen. Als einen weiteren Vorteil des Verfahrens betrachtet Infotrust das "Speichervermögen" von Papier: So lassen sich bis zu 30 Kilobyte Daten auf einer A4-Seite unterbringen.

Die patentierte Software arbeitet mit handelsüblichen Druckern und Scannern zusammen. Sie unterstützt zudem unterschiedliche Sicherheitstechnik, beispielsweise Public-Key-Infrastrukturen, so dass beispielsweise digitale Zertifikate in codierter Form zu Papier gebracht werden können.

Bisher gibt es Infomark nur als Einzelplatzsystem, die Firma arbeitet an einer Server-Variante, an die mehrere Clients angebunden werden können. Die Software unterstützt Windows 98 und 2000, Mac OS und Unix-Derivate. Zudem will Infotrust ein Software-Development-Kit (SDK) für Anwenderfirmen zur Verfügung stellen, die das Infomark-System in ihre eigenen Applikationen einbinden möchten. Das SDK enthält unter anderem eine Programmier-Schnittstelle, über die Funktionen des Dokumentenschutzverfahrens aufgerufen werden können.

Infotrust führt eigenen Angaben zufolge unter anderem Gespräche mit Behörden im In- und Ausland. Zudem sucht der Hersteller nach einem Partner innerhalb der Europäischen Union. (fn)