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04.03.1994

Infomodeler fuer das automatische DB-Design Asymetrix entwirft Datenbank mit praxisnahen Fachbegriffen

MUENCHEN (CW) - Zum Design relationaler Datenbanken geht die Asymetrix Corp. neue Wege: Das Tool "Infomodeler" erlaubt dem Anwender, Datenbankstrukturen aus einer sprachlichen Beschreibung von Sachverhalten heraus automatisch zu generieren.

Der Infomodeler stellt ein objektorientiertes PC-Entwicklungs-Tool dar, mit dem sich Designprozesse fuer Datenbankkomponenten automatisieren lassen. Damit werden dem Entwickler laut Hersteller aufwendige Codierungsarbeiten erspart. Denn Daten und Relationen, die in einer Datenbank abgebildet werden sollen, kann er im Programm in der Terminologie von Geschaeftsablaeufen ausdruecken.

Verstaendlich auch fuer Endwanwender

Somit lassen sich Informationen ueber betriebliche Zusammenhaenge in einer Form erfassen, die auch fuer das Management und den Endanwender verstaendlich ist. Will der Benutzer beispielsweise saemtliche Daten zu den Stichwoertern "Produkte" und "Anbieter" aufrufen, muss er laut CW-Schwesterpublikation "Infoworld" die Begriffe eintippen, und das Programm stellt ihm aus dem vorhandenen Informationspool alle damit zusammenhaengenden Eintraege zur Verfuegung. Sofern gewuenscht, legt Infomodeler daraus eine neue Datenbank an, wobei der Benutzer aus einer Dialogbox lediglich einen Datenbanktyp auswaehlen muss.

Als Grundlage dieses Konzepts nennt die Infoworld das sogenannte Object Role Modeling (ORM), eine Technologie, mit der sich Wissenschaftler aus Europa und den USA bereits seit zwanzig Jahren auseinandersetzen. Ziel des Verfahrens ist eine andere Sichtweise von Datenstrukturen: Anstatt des relationalen Blickwinkels sollte eine an den natuerlichen Sprachgebrauch angelehnte Betrachtung von Datenbankmodellen erreicht werden, wobei Begriffe die Objekte darstellen.

OO-Struktur erlaubt neues Designkonzept

Die daraus von Asymetrix abgeleitete "Formal Object Role Modeling Language" (FORML) erlaubt dem Entwickler einen Datenbankentwurf aus konzeptioneller Sicht. Relationale Datenstrukturen muessen dabei nicht, wie mit traditionellen Tools, manuell aufgebaut werden. Statt dessen generiert die Software automatisch eine logische Darstellung der Datenbankstrukturen und eine darauf beruhende physikalische Datenbank. Das Modell wird automatisch auf korrekte Spezifikationen hin ueberprueft und in eine relationale Datenbankstruktur mit Tabellen, Attributen und Indexschluessel ueberfuehrt.

Betatester aeusserten sich inzwischen positiv zu dem neuen Asymetrix-Produkt. Elliott Green, Chef eines Consulting- Unternehmens in Palo Alto, lobt vor allem die Zeitersparnis beim Entwurf einer Datenbank. Mit herkoemmlichen Tools muesse die Beziehung zwischen den Daten jeweils definiert und als Schluessel hinterlegt werden. Infomodeler wuerde diese Prozeduren weitgehend automatisieren.

Die Software laeuft unter Windows und unterstuetzt die Datenbanken Foxpro, Access und Paradox sowie die SQL-Server von Microsoft und Sybase. Derzeit ist das mit Fachbegriffen sprachlich orientierte Programm nur als englische Version erhaeltlich. Ein deutsches Release soll nach Angaben der Muenchner Asymetrix GmbH gegen Ende des Jahres verfuegbar sein. Als Hardwarevoraussetzungen empfiehlt der Hersteller einen 486er Rechner mit 8 MB Arbeitsspeicher. Die Preise reichen von knapp 2000 Mark fuer das Desktop-System bis zu rund 3900 Mark fuer die SQL-Server-Variante.