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24.11.1989 - 

Noch kaum Produkte auf dem Markt

Infonetics: OSI hat erst auf lange Sicht Chancen

SANTA CLARA (IDG) - OSI-Standards haben nur als Langzeitperspektive eine Chance. Von heute auf morgen hingegen bewegt sich auf diesem Sektor nur wenig. Außerdem - so die Ergebnisse einer jüngst von Infonetics durchgeführten Untersuchung - wollen die Anwender auch im Falle einer Umstellung nicht auf ihr TCP/IP-Standbein verzichten.

So wollen 141 von den in dieser Expertise befragten 150 Benutzern, die im Regierungs-Bereich, bei Universitäten oder im Sektor Forschungsnetze tätig sind, während der 90er Dekade und insbesondere im Laufe der nächsten fünf Jahre bei TCP/IP Produkten bleiben, auch wenn die Government OSI Profiles (Gosip) verpflichtend für Neuanschaffungen sind. 75 Prozent der Anwender haben aber die Absicht, auf die Dauer zu OSI zu migrieren. OSI Normen hinterließen momentan noch zu viele Fragezeichen, wohingegen TCP/ IP bereits 12 Jahre auf dem "Buckel" hätte.

Louis Whipple, Ingenieur am Lewis Research Center der NASA in Cleveland, faßt seine Einschätzung folgendermaßen zusammen: "Gosip stellt den Hauptgrund für die Migration dar, aber OSI ist noch nicht erhältlich." TCP/IP hingegen arbeite zur Zufriedenheit und sei auch verfügbar.

Sehr ähnlich argumentieren auch weitere angeführte Nutzer . Die NASA-Forscher haben folglich auch noch keine OSI-Netze installiert, wollen sich aber auf die ab kommenden August geltenden Gosip-Vorschriften einschießen. Ein anderer Nutzer, Stephen Northcutt, Systemanalyst beim "Naval Surface Weapons Center" in Dahlgren, bezweifelt allerdings, ob das OSI-Normenwerk wie geplant bis zum nächsten Jahr fertiggestellt ist. In diesem Waffenzentrum experimentiert man gegenwärtig mit einem OSI-Testnetz, das Komponenten von Sun Microsystems verwendet.

Die Zurückhaltung der Benutzer ist laut Infonetics auch darauf zurückzuführen, daß OSI komplexer als TCP/IP isl. Nach Meinung von Northcutt haben viele Länder etwas zu dem internationalen OSI-Standard beigesteuert.

Daraus resultiere die Konfrontation des Benutzers mit einem fetten und aufgedunsenen Protokoll-Stack, der mehr Optionen aufweise als man verkraften könne.