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01.02.2005

Infor Global Solutions will Mapics übernehmen

Mit der Akquistion plant der Käufer den Aufstieg in die Riege der weltweit führenden ERP-Anbieter.

Angesichts der anhaltenden Konsolidierungswelle in der Branche war es für Mapics notwendig, sich mit einem größeren Unternehmen zusammenzuschließen", erläuterte Dick Cook, President und Chief Executive Officer von Mapics Inc., die Entscheidung zu verkaufen. Infor Global Solutions, das bis September 2004 noch als Agilisys firmierte, bietet den Aktionären von Mapics 12,75 Dollar je Anteilschein. Damit hätte die Akquisition ein Gesamtvolumen von knapp 347 Millionen Dollar.

Mit der Übernahme sollen in erster Linie regionale Lücken geschlossen werden, sagt Wolfgang Kobek, Vice President Field Operations von Infor. So eröffnen sich mit Mapics vor allem neue Geschäftsmöglichkeiten in Asien. Dort erwirtschafte Infor aktuell nur rund vier Prozent seines jährlichen Umsatzes. Viele Softwareanwender würden sich zudem stärker in Richtung Asien orientieren.

Die Mapics-Angestellten eingerechnet, beschäftigt Infor künftig rund 1600 Mitarbeiter weltweit. Die Zahl der Kunden steigt um etwa 4500 auf rund 17 500. "Wir sind mittlerweile eine 600-Millionen-Dollar-Company", berichtet Kobek, "und die Nummer drei im weltweiten ERP-Geschäft."

Von einem Angriff auf Branchengrößen wie SAP will der Infor-Manager jedoch nicht sprechen. Allerdings werde man in den angestammten Segmenten künftig stärker attackieren, kündigt Kobek an. Dabei baut der Softwareanbieter auf seine vertikalen Lösungen. Infor konzentriert sich auf die Bereiche Fertigung mit Schwerpunkt Automotive sowie den Großhandel.

Die Mapics-Produkte sollen weiter gepflegt und entwickelt werden. Kobek kündigte eine Roadmap für die nächsten drei Jahre an: "Grundsätzlich kaufen wir nicht nur Technik, sondern auch eine ganze Menge Kunden." Gingen die verloren, wäre die Akquisition nur noch die Hälfte wert.

Weitere Zukäufe seien derzeit nicht geplant, berichtet der Manager. Mit der Integration von Mapics sei man vorerst gut beschäftigt. Kapital ist jedoch ausreichend vorhanden. Rund zehn Prozent des 2,5 Milliarden Dollar schweren Privat Equity Fund von Golden Gate Partners und Summit Partners stehen dem Softwareanbieter zur Verfügung. "Die Kriegskasse ist gut gefüllt", sagt Kobek.(ba)