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04.06.1999 - 

Templates beschleunigen die Implementierung

Informatica bündelt sein Fachwissen in den Business Components

MÜNCHEN (as) - Mit den Produktgruppen "Business Components" und "Powerconnect" will Informatica, Backend-Spezialist für Analysesoftware, einen schnelleren Aufbau von unternehmensweiten Systemen für den Decision-Support (DSS) ermöglichen. Ziel ist es auch, eine bequemere Integration betriebswirtschaftlicher Standardsoftware zu ermöglichen.

Mit dem zum Herbst 1999 angekündigten Release der Entwicklungs- und Management-Plattformen für Data-Warehouses und Data-Marts, "Powercenter" und "Power- mart", integriert Informatica das "Business Component Framework". Dieses dient der Entwicklung sogenannter Business Components und basiert auf den bisher vom Hersteller angebotenen Transformationsobjekten und Funktionen, die sich aber auch durch externen Code und Stored Procedures ergänzen lassen. Business Components bieten vorkonfigurierte Vorlagen (Templates), die die Gestaltung des gesamten Transaktionsprozesses auf Seite der Quelldaten (Source Business Components) und auch für Zielanwendungen (Analytic Buisness Components) erleichtern sollen.

Als semantische Schicht schirmen sie beim Aufbau eines Data-Warehouse oder Data-Marts diese von der Komplexität der Quelldatenbestände ab. Datenelemente, die das entsprechende Geschäftsobjekt umfassen, werden von ihnen als abstrakte Einheit identifiziert, umgewandelt, strukturiert und gebündelt.

Die Komponenten legen dabei den Extraktionsprozeß fest, so daß sich der Entwickler ganz auf die Formulierung der Transformationslogik konzentrieren kann, ohne Abfragedefinitionen festlegen zu müssen (siehe Kasten "Vorteile").

Informatica hält den Einsatz selbstentwickelter Business Components insbesondere beim Aufbau von DSS-Anwendungen innerhalb großer, operativer Systeme wie Legacy-Applikationen, relationaler Datenhaltungen und ERP-Software für sinnvoll. Hier würden Anwender von den aufwendigen Arbeiten innerhalb komplexer Such- und Transformationsprozeduren entlastet und erhielten eine Datenkonsistenz auf allen Stufen der Datengewinnung. Zugleich will das Unternehmen hierzu sein Know-how auch in Form vorkonfigurierter Business Components anbieten. Den Auftakt sollen zum dritten Quartal 1999 vier vorgefertigte Lösungen für die Extraktion von Daten aus SAP R/3 bilden, die speziell für die Module Finanzen, Controlling, Materialwirtschaft und Vertrieb entwickelt wurden.

Hinzu gesellt sich die Produktgruppe Powerconnect, die ebenfalls zum Herbst angekündigt ist und zunächst mit Versionen für R/3 und Peoplesoft auf den Markt kommt. Die Tools versprechen, aus der Standardsoftware Daten und Metadaten direkt zu extrahieren, auf die dann der Powercenter-Server seine Transformationsregeln anwendet und sie in ein Data-Warehouse oder Data-Mart lädt. Der Einstiegspreis von Powerconnect liegt bei 55000 Dollar, der für die Business Components für R/3 bei 25000 Dollar.

Vorteile

Business Components versprechen schnellere Entwicklung und Implementierung, da Identifizierung und Zugang zu operativen Daten vereinfacht wird. Vorgefertigte Analysesoftware soll sich so schneller integrieren lassen.

Die Templates abstrahieren komplexe Datenstrukturen und stellen sie über eine einfacher zu verstehende Schnittstelle dar.

Die Zugriffslogik ist gekapselt und erspart die Eigenprogrammierung. Zugleich wird die Verwaltung komplexer Logik erleichert.

Die Templates können flexibel wiederverwendet werden und so dem Aufbau verschiedener Data-Warehouses und Data-Marts dienen.