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19.09.2003 - 

BI-Angebot um Integration von Großrechner-Daten erweitert

Informatica schluckt Mainframe-Spezialisten Striva

MÜNCHEN (CW) - Der Business-Intelligence-Spezialist Informatica hat die amerikanische Softwareschmiede Striva für 62 Millionen Dollar gekauft. Die Firma stellt Datenintegrations-Tools für Mainframes her, die Informaticas Portfolio ergänzen. Die Unternehmen arbeiten bereits seit zwei Jahren zusammen.

Informatica hat sich vor allem als Anbieter von ETL-Lösungen (Extract, Transform and Load) einen Namen gemacht, liefert aber auch Analysewerkzeuge zur Auswertung von Geschäftsinformationen. ETL-Systeme dienen dazu, Daten aus unterschiedlichen Quellen einzubinden und aufzubereiten. Mit dem Striva-Kauf erwirbt das Softwarehaus eine Integrationstechnik, mit der auch Mainframe-Daten verarbeitet werden können. Damit trägt Informatica dem Umstand Rechnung, dass Großrechner nach wie vor einen Großteil der Geschäftsdaten speichern beziehungsweise Transaktionen durchführen.

Striva und Informatica verbindet bereits eine vor zwei Jahren geschlossene OEM-Partnerschaft. So basiert das Informatica-Produkt "Powerconnect for Mainframe" auf Software der "Detail"-Famile von Striva. Die Programme greifen auf relationale und nicht-relationale Datenbanken beziehungsweise große Datenbestände auf Mainframes zu und übertragen die extrahierten Geschäftsinformationen zeitnah an ein Zielsystem. Die Powerconnect-Familie von Informatica verbindet unterschiedliche Business-Applikationen und IT-Systeme mit der Datenintegrationsumgebung "Powercenter". Mit ihr errichten und betreiben Unternehmen unter anderem firmenweite Data-Warehouses.

Für Striva hat diese Kooperation einen hohen Stellenwert: Laut Ted Friedman, Analyst beim Beratungshaus Gartner, erwirtschaftete das Unternehmen 75 Prozent seines Umsatzes mit dem OEM-Abkommen. 130 Informatica-Anwender und damit zehn Prozent der gesamten Kundschaft verwenden das Powerconnect-Produkt bereits. Informatica hofft auf noch mehr Stammkunden, die mit diesem Produkt ihre BI-Umgebung erweitern wollen.

Auch Informatica-Konkurrenten wie Business Objects, Cognos und Sagent haben OEM-Verträge mit Striva unterzeichnet. Sie müssen sich nun nach Alternativen umsehen. Gartner-Experte Friedman rechnet damit, dass andere BI-Hersteller nun ebenfalls Datenintegrationslösungen für Mainframes suchen werden.

Für Striva zahlt Informatica etwa 62 Millionen Dollar - in bar sowie in Aktien. Das Management rechnet damit, die Transaktion innerhalb der nächsten 45 Tage zu vollziehen, der Deal bedarf allerdings der Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Informatica hatte im vergangenen Jahr rund 195 Millionen Dollar umgesetzt. Das zweite Quartal 2003 (es endete am 30. Juni) schloss die Firma mit einem Gewinn in Höhe von 3,2 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 50,5 Millionen Dollar ab. Im Vorjahreszeitraum beliefen sich die Einnahmen auf 49,1 Millionen Dollar. (fn)