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21.02.1992 - 

Zusatzqualifikationen nicht unterschätzen

Informatik-Abgänger sehnen beim Gehaltspoker kräftig ab

BERGISCH GLADBACH (hk) - Auf dem Gehaltstreppchen ganz oben stehen die Absolventen des Informatikstudiums. Mit einem Jahresgehalt von 74 500 Mark rangiert der Berufseinsteiger in der Datenverarbeitung laut einer Studie der Promotionsberatung Dr. Frank Grätz, Bergisch Gladbach, an erster Stelle vor dem Wirtschaftsingenieur und dem Chemiker.

Ähnlich sieht es bei den FH-Absolventen aus. Auch hier belegt der Informatik-Absolvent laut Studie den ersten Platz mit einem Anfangsgehalt von 62 500 Mark per anno, gefolgt vom Wirtschaftsingenieur mit 59 500 Mark Jahresgehalt und dem Ingenieur mit 57 000 Mark.

Diese Spitzenreiterfunktion dokumentiert "eindrucksvoll den Stellenwert, den die DV heute in der Wirtschaft hat", so Grätz. Allgemeine DV-Kenntnisse dagegen würden zunehmend als selbstverständlich angesehen und kaum noch zusätzlich honoriert.

In den meisten Fällen werde vom Berufsanfänger erwartet, daß er bereits praktische Erfahrungen am Computer gesammelt hat und die DV für seine eigene Tätigkeit nutzen kann. Wer aber sofort einsetzbares Können zu bieten habe, etwa die Beherrschung von Programmiersprachen, könne mit Zuschlägen rechnen.

Auch andere Zusatzkenntnisse und -qualifikationen können laut Grätz dazu führen, daß normale Anfangsgehälter beträchtlich überschritten werden. Der Promotionsberater nennt hier in erster Linie spezielle Berufserfahrungen, die durch eine Ausbildung vor dem Studium oder durch viele Praktika möglichst in der gleichen Branche erworben worden sind.

Auch Fremdsprachenkenntnisse wirkten sich positiv auf das Gehalt aus. Während die Beherrschung der englischen Sprache als selbstverständlich vorausgesetzt werde, könnten Französischkenntnisse einen Zuschlag von bis zu 700 Mark einbringen.

Keine Qualifikation wirke sich jedoch so eindeutig gehaltssteigernd aus wie die Promotion. Techniker und Wirtschaftswissenschaftler können laut Untersuchung mit einem um 15 000 bis 19 000 Mark höheren Startgehalt als ihre diplomierten Kollegen rechnen.

Grätz warnt davor, das Einstiegsgehalt als einziges Kriterium zu werten. Während der Start bei einem renommierten Großunternehmen "mit 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit ein garantiertes Lebenseinkommen von drei bis fünf Millionen Mark bedeutet", so der Bergisch Gladbacher Berater, lasse ein hohes Einstiegsgehalt bei einem kleinen Unternehmen unter Umständen keine langfristige Perspektive erkennen.