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18.06.1976 - 

Schul-Versuch in Nordrhein-Westfalen:

Informatik als Unterrichtsfach

GELSENKIRCHEN - Am 1. September 1975 begann in Nordrhein-Westfalen ein dreijähriger Schulversuch "Informatik in der Sekundarstufe 2" mit dem Ziel der Erprobung eines Informatik Curriculums. Damit sollen Entscheidungshilfen für den Kultusminister geschafft werden, ob in Zukunft Informatik als eigenständiges Fach in der Sekundarstufe 2 angeboten wird. Beteiligt, sind die kaufmännischen Schulen des Kreises Borken, die Gesamtschule Gelsenkirchen-Buer, das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lüdenscheid, die Landrat-Lukas-Schule in Opladen, das Tagesheim-Gymnasium in Kerpen sowie fünf Bochumer

Lehranstalten: Die Einstein-Schule, die Goethe-Schule, das Graf-Engelbert-Gymnasium, die Hilde-Gardis-Schule sowie die Schiller-Schule.

An den Schulen sind Rechner von Interdata (7/16), Digital Equipment (PDP 8/E), Wang (2002) und Olivetti (P601/2) eingesetzt.

Die meist benutzte Programmiersprache ist Basic, an einigen Schulen kann darüber hinaus in Algol oder Fortran programmiert werden. Der Versuch findet hauptsächlich in der gymnasialen Oberstufe statt (Klassen 11 bis 13).

Durchschnittlich nehmen etwa 20 Prozent der Schüler einer Jahrgangsstufe an den Informatik-Kursen teil. Sie lernen bestimmte Probleme algorithmisch zu zerlegen und anschließend verbal zu beschreiben. Danach wird ein Flußdiagramm erstellt, das Programm geschrieben und an den Rechnern ausgetestet. Beim Abitur kann eine schriftliche sowie eine mündliche Prüfung abgelegt werden.

Die bisher gemachten Erfahrungen zeigen, daß der Umgang mit Datenverarbeitungsanlagen den Schülern keine besonderen Schwierigkeiten bereitet. Die unterrichtenden Lehrer kommen meistens aus den Bereichen Mathematik und Physik. Für sie ist die Datenverarbeitung zum Steckenpferd geworden. Ob der Versuch ein Erfolg wird? Dazu Projektleiter Frobe von der Gesamtschule Gelsenkirchen-Buer: "Wir sind noch mittendrin in der

Arbeit."