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01.11.1985 - 

Neue Studie über Softwaretrends von ADVOrga-Research:

Information Center ist der absolute Renner

MÜNCHEN (mer) - Klassische Anwendungsgebiete der Software wie Finanzbuchhaltung oder Personalabrechnung sind für Neuentwicklungen nahezu erschöpft. Ein großes Marktpotential liegt dagegen in den Bereichen Vertrieb und Materialwirtschaft. Dies ergab eine Anwenderumfrage der ADV/Orga-Research, die jetzt in der Studie "Softwaretrends '86" zur Systems vorgestellt wird.

Befragt wurden knapp 2500 Anwender aus Industrie, Handel, Dienstleistung und öffentlichem Dienst, von denen 429 der Teilnehmer antworteten. Demnach setzen etwa 86 Prozent aller deutschen Großunternehmen Standard-Anwendungssoftware ein. Hierzu zählt die gesamte Bandbreite vom Betriebssystem bis hin zur Branchenlösung. Favorisiert werden vor allem die klassischen Anwendungsbereiche in Finanzbuchhaltung (67 Prozent) und Personalwesen (63 Prozent). Überraschend ist überdies der hohe Anteil von 56 Prozent an Fremdentwicklungen im Bereich Entwicklung und Konstruktion.

Der absolute Renner ist jedoch das Information Center: Der Weg von Daten und Informationen aus der Großrechnerdatenbank zur Weiterverarbeitung mit dem PC erscheint

41 Prozent der Befragten am sinnvollsten über dieses Konzept. Allerdings klafft zwischen realisierter und geplanter Einrichtung eine große Lücke: Von den Unternehmen, die das Information-Center-Konzept verfolgen, haben bislang erst ein Fünftel das Konzept realisiert, die übrigen 80 Prozent befinden sich im Planungsstadium.

Eine andere Form von PC-Anwendungen sind bereichsunabhängige Softwareprodukte wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, integrierte Pakete oder relationale PC-Datenbanken. Insgesamt setzen 73 Prozent aller Unternehmen Softwarewerkzeuge ein, wobei sich Produkte amerikanischer Herstellerfirmen erfolgreich durchsetzen konnten. Datenbanken beziehungsweise integrierte Pakete, so ist der Studie zu entnehmen, sind in den befragten Unternehmen am häufigsten vertreten.

Im Bereich der Datenbanken scheint sich die Basis der Anwendungen in den letzten fünf Jahren nicht verändert zu haben. Obgleich die meisten Applikationen in dieser Zeit installiert wurden, ist die klassische Dateiorganisation VSAM mit 41 Prozent weiterhin führend in der Gunst der Anwender. Mit weitem Abstand folgen die Datenbanksysteme DL/1 und IMS von IBM mit insgesamt 27 -Prozent sowie Siemens-Produkten UDS und Leasy mit insgesamt sechs Prozent.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Datenkommunikationssystemen. Hier hat der TP-Monitor CICS von Big Blue über die Hälfte aller Nennungen auf sich vereint. Mit weitem Abstand folgen UTM (Siemens) und IMS-DC (IBM) mit jeweils elf Prozent.

Die rund 50 Seiten umfassende Studie Softwaretrends '86" ist für 120 Mark zu beziehen bei ADV/Orga-Research, Kurt-Schumacher-Straße 241, 2940 Wilhelmshaven.