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08.06.1979 - 

Anwenderbericht des Spezialverlages Heinze in Celle:

Information ist die EDV das Werkzeug

CELLE (gw) -"Wir leben davon, daß wir was verschenken." Das will einem der ehemalige Journalist und heutige Spezialverleger Heinze vor den Toren Celles natürlich nicht wahrhaft weismachen. Ganz im Gegenteil: Das, was er verschenkt, nämlich seine Informationsbroschüren, Spezialhefte und Handbücher, hat eine ganz reale, wirtschaftlich fundierte Grundlage: Verbraucherservice mit Hilfe umfassender Datenverarbeitung.

Der Heinze-Verlag machte mit einigen Zusatzgeschäften im vergangenen Jahr 18 Millionen Mark. Für 1979 werden glatte 20 angesteuert 170 Mitarbeiter (einschließlich der Österreichischen "Baudokumentation Heinze") werden hier beschäftigt,

Der Verbraucher obenan

Das moderne Verlagshaus vor den Toren der Heidestadt, wo über Österreich hinaus noch eine Menge anderer europäischer Kooperationen Wirklichkeit

sind, dokumentiert - in gewisser Weise - ein europäisches Informationssystem; die einzelnen Werke (Informationsträger) sind nach Farbstreifen zu unterscheiden. Vor dem Hause konkret: Fahnen mehrerer europäischer Nationen. Ein bißchen internationales Flair.

im Inneren des Verlags Heinze geht's recht organisiert zu. Davon zeugen auch die vier Produktgruppen: Die Firma Heinze begann vor nunmehr 20 Jahren mit der Verbraucherinformation für Bauherren. Der jährlich daraus entstehende Katalog umfaßt 700 Seiten bei einer Auflage von 600 000 und bringt dem Verleger als "Informationsdienst für Bauherren" sieben Millionen Markt Umsatz. Das Ziel umreißt der Verleger persönlich:

Hilfe für den Bauherren (damit er dem Architekten ein angemessener Gesprächspartner ist).

Die Zielgruppe Banken (es sind 6000 an 1 der Zahl) sollen als Geldgeber des Bauherrn erreicht werden.

Last not least sind die Kostenträger angesprochen.

Frühzeitig mußte für diese Produktgruppe, das war 1966, bereits eine IBM 1130 eingesetzt werden, um das Ganze zu organisieren und zu koordinieren. Das wurde natürlich mit der Zeit eine zu kleine EDV-Anlage, auch wenn sie in den ersten Jahren noch Kapazitäten offenließ.

2. 100 000 Mark Umsatz pro Jahr bringen die drei Bände für den Architekten. Hier sind 40 000 Planungsbüros erfaßt, die eine Marktübersicht bekommen, Informationen und einen Literaturdienst gleich mitgeliefert erhalten.

Dieses Informations- und Dokumentationsobjekt "Deutsche Baudokumentation" kann nur vor dem Hintergrund einer DV-Datenbank laufen. Denn hier sind auch 500 000 Handwerksbetriebe als Informationsquelle für den Architekten erfaßt, so nach dem Motto: Wer baut was in welcher Stadt.)

3. Ein weiteres Bein, auf dem der Heinze-Verlag in Celle steht, ist der "Info-Dienst kommunales Bauen", der an 9000 Bürgermeister im Bundesgebiet geht und für Laien, nicht für Fachleute, geschrieben ist.

4. Eine ähnliche Bedeutung hat der Informationsdienst landwirtschaftliche Betriebsgebäude".

Beide letztgenannten Dienste bringen dem Verlag 1,5 Millionen Mark Umsatz. Aber auch mit anderen Dingen wird gutes Geschäft gemacht: So zum Beispiel mit der Service-Leistung "Direktwerbung" im Auftrage von rund 30 Kunden mit Adressenverwaltung und Computerhilfe.

Auf Neues vorbereitet

Verleger Heinze: "Vieles hiervon tun wir fast gegen die Werbeleiter in der Industrie. Doch letztlich haben wir mit dieser einen vollen Informationsaustausch und kommen da auch ganz gut zurecht, aber auch nur, wenn sie der Zielgruppe helfen - diese Informationen. Wir könnten aber noch mehr Informationen vermitteln - das ist eben eine Kapazitätsfrage. "

Das Ganze ist EDV-technisch so untermauert, daß die Datenerfassung über Nixdorf 620/35 erfolgt und im Rechenzentrum des Verlages seit Ende des letzten Jahres eine 7.738 von Siemens steht.

600, vielleicht sogar 800 Programme werden gefahren, wovon durch Heinze in der eigenen 25-Mann-Abteilung "Datenverarbeitung" (Programmierung, Produktion, Datenvorbereitung, Datenerfassung) mit eigenem Kostenanteil von etwa 10 Prozent des Umsatzes 500 selbst gestrickt wurden.

Und so fühlt sich denn der Verlag auch auf Neues in dieser Hinsicht vorbereitet: Die Druckperipherie wird in die nächste Ausbaustufe hineingekommen sowie weitere Steuereinheiten für Platten unter BLMOX. Modern ist heute schon, daß ein Bildschirm 8162 für die Datenblattdruckseiten der einzelnen Dokumentationen in der Redaktion steht. Die Merkmale werden über die Produkte gespeichert: "Ein Mutter-Beschreibungsmuster ist die Grundlage für spätere Töchter-Beschreibungsmuster. Diese Fragebögen muß der Hersteller ausfallen Wir geben sie nur noch ein", so der EDV-Leiter bei Heinze, D. Bergmann.

Für Sonderzeichen steht ein Gerät 8122 von Siemens bereit. Das Betriebssystem ist heute schon BS2000 - aber auch hier wird im Rahmen der Satztechnik mit der Textverarbeitung die "Text 2000" kommen. Auch hier glaubt der Verlag, wie seinerzeit bei der Umstellung von IBM auf Siemens, "bei Umstellung keine Produktionsverluste" hinnehmen zu müssen. Das sei nicht zuletzt eine "einsame Siemens-Spitzenleistung".

Konkrete Einsparungen

Die Heinzesche Datenverarbeitung mit Datensichtgeräten und ohne jegliche Lochkarte fährt heute, "da DBOMB einfach viele Probleme mit sich brachte" mit einem Realzeitmonitor und dem IAP von Siemens. Die Software besteht zu 90 Prozent aus PL/1 und zu 10 Prozent aus Assembler-Routinen.

Bei alledem kann der Heinze-Verlag ganz konkrete Vorteile ausmachen:

- So spart der Verlag monatlich über 20 000 Mark an Hard- und Software ein.

- Das Datenbanksystem von Siemens hält der Verlag für besser (eine Sesam-Anwendung).

- Vorteile bringt generell die gesamte Software, die zusammen mit Siemens erstellt worden ist oder die von Siemens erworben wurde.