Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.03.1995

"Information-on-Demand" ohne feste Sendezeiten Interactive-TV: Apple, Oracle und n-tv starten Modellprojekt

HANNOVER (CW) - Fuer das Pilotprojekt "Information-on-Demand" von Apple, n-tv und Oracle fiel der Startschuss auf der CeBIT. Zuschauer koennen sich damit vier taeglich aktualisierte Sendungen online auf den Fernsehschirm holen.

Feste Sendetermine gelten fuer Teilnehmer am Modellversuch Information-on-Demand nicht mehr. Die Informationen stehen zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfuegung.

Mit Sendetiteln wie "Newspunkt", "Teleboerse" und "CeBIT Journal" demonstrierte der Nachrichtensender n-tv waehrend der Messe diese Moeglichkeit der Zweitnutzung von Meldungen. Aktuelle Informationen seien eine verderbliche Ware, die dem Zuschauer nach der Ausstrahlung haeufig nicht mehr zur Verfuegung stehe, erklaert der Nachrichtensender die Idee, die hinter dem Modellprojekt steht. Online koennten die Zuschauer jedoch auf nicht mehr tagesaktuelle Informationen zugreifen.

Voraussetzung fuer interaktives Fernsehen ist nutzerseitig ein Fernseher mit Set-top-Box, die in diesem Fall von Apple bereitgestellt wird. "Unsere Set-top-Box ist im Prinzip die Kompaktversion eines kompletten Macintosh-PCs, dessen Faehigkeiten gezielt auf den gemeinsamen Einsatz mit einem Fernseher zugeschnitten wurden.

Dadurch sind bei entsprechender Kommunikationsinfrastruktur der Zugriff auf Online-Dienste sowie Video-Conferencing denkbar. Alternativ koennte man auch einen Macintosh-Computer anstelle des Fernsehers einsetzen", beschreibt Peter Dewalt, Geschaeftsleitungsmitglied bei der Apple Computer GmbH, das Geraet. Basis des auf der Messe gezeigten Systems ist Apples "Quicktime"- Technologie zur Integration von Sound, Video, Text und Animation.

Die Oracle-Media-Umgebung fungiert als Middleware. Sie basiert auf dem Datenbank-Management-System "Oracle 7", das durch die Media- Server-Software strukturierte Daten, Text, Audio und Video bereitstellen kann. Hinzu kommt eine Kommunikationssoftware fuer den Transport der Inhalte sowie Autorenwerkzeuge zur Anwendungsentwicklung.

Die auf der Messe gezeigte Loesung wurde dem Unternehmen zufolge auf Basis des Tools "Oracle Media Objects" entwickelt.

"Das ist nur der Anfang eines bundesweiten Modellversuchs", kuendigt Andreas Weiss, Herstellungsleiter bei n-tv, an. So soll unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft fuer Mathematik und Datenverarbeitung in Sankt Augustin bei der EU die Foerderung eines ueber drei Jahre laufenden Pilotprojekts beantragt werden, an dem sich neben Apple, n-tv und Oracle auch Universitaeten sowie weitere Firmen beteiligen.