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26.07.1985

Informations-Aufbereitung als Managementwerkzeug:Das Medium Grafik optimiert die Nachricht

KÖRDORF - Computer-generierte Charts verlocken einfach dazu, möglichst viele unternehmerisch wichtige Daten grafisch umzusetzen, meint Peter R. Wurr, Geschäftsführer der PRW-Unternehmensberatung GmbH in Kördorf. Doch solange dem Informations-Manager die gestalterische Kompetenz fehlt, müssen sich die EDV und ihre Abnehmer - was die Informationsform Grafik anbelangt - weiterhin zusammenraufen.

Skeptiker befürchten nach der "Listen-Flut" jetzt die "Chart-Flut". Aus der Sicht der Informationsnachfrager ist der Nutzen visueller Information eindeutig: Zeitgewinn durch rasche Übersicht in Berichten, Gesprächen und Konferenzen, Verständlichkeit für alle Beteiligten schnelle Darstellung von Alternativen, Basis für analytische Betrachtungsweisen.

Ehe eine Rationalisierung interner und externer Informationsprozesse mit Hilfe grafischer Darstellungen eintritt, müssen vor dem Einsatz auch dieses Informations-Werkzeuges die typischen Informations-Management-Fragen beantwortet werden: "Was soll für wen, wann und wie verfügbar gemacht werden?" Gerade bei der Geschäftsgrafik werden die unterschiedlichen Betrachtungsweisen von aufgabenbezogen denkenden Fachabteilungen, planungs- und steuerungsorientierten Führungskräften und Technik-Sachwaltern in der EDV erneut deutlich.

Mit Daten in Vergangenheit und Zukunft blicken

Führungskräfte richten den Blick zurück nur aus einem Grunde: Sie wollen wissen, ob und in welchem Ausmaß die Pläne in die Tat umgesetzt werden konnten. Dabei betrachten sie das ganze - möglichst in Form betriebswirtschaftlich fundierter Kennzahlen und Frühwarn-Indikatoren - und gehen bei Abweichungen gezielt und schrittweise ins Detail. Neben eine solche "von oben nach unten" verlaufende Informations-Struktur tritt als zweite Forderung die Hochrechnung abweichender Per-dato-Ergebnisse mit den ursprünglichen Plandaten für den Rest einer Planungsperiode. Wenn Grafiken für das Management interessant sein sollen, müssen sie diese Möglichkeiten bieten.

Die wichtigste Aufgabe der Führungskräfte, den Wandel zu meistern, wird naturgemäß durch den Blick auf Vergangenheitsdaten nur bedingt unterstützt. Hier ist die strategische Planung mit einer Vielzahl von Variablen - auf den Markt und die eigenen Ressourcen bezogen - notwendig. Die Entwicklung von Strategieplänen ist in großen Unternehmen nichts Neues. Woran es mangelt, ist häufig ihre Durchführung, nicht zuletzt, weil die Auswirkungen einzelner Parameter nicht genügend transparent gemacht werden können. Hier leistet die Grafik - gerade bei der Beurteilung unterschiedlicher Planvariablen - ihre wohl größte Unterstützung für das Management und wird ihrem Anspruch als Entscheidungshilfe gerecht.

Insellösungen bringen kaum Vorteile

Man mag sich darum streiten, wer im Unternehmen am ehesten die Funktion des Informations-Managers ausfüllen kann. Angesichts der wettbewerbsverändernden Einflüsse der Informationstechnologien in allen Wirtschaftsbereichen muß die Lücke zwischen der herkömmlichen Datenverarbeitung und den Anforderungen der Informationsnehmer geschlossen werden.

Solange der Informations-Manager mit informationsgestaltender Kompetenz fehlt, gilt auch für das Werkzeug Grafik, daß sich ihre Anwender und die EDV "zusammenraufen" müssen, wenn es um die Formulierung der Aufgabenstellung für die visuelle Information geht.

Aus alledem ergeben sich aber auch eine Reihe von Anforderungen an die Transformation der Daten in grafische Information. Um die Geschäfts- und Betriebsergebnisse zeitnah visualisieren zu können, muß der Zugriff auf die zugrunde liegenden Daten problemlos möglich sein.

Die Grafik-Software muß so flexibel sein, daß sie Charts in Schwarzweiß und Farbe, zwei- und dreidimensional, mit und ohne Tabellen, für die Ausgabe auf unterschiedliche Träger (Papier, Folien oder Dias) und in druckreifer Qualität liefert.

Es gibt heute Rechner- und Peripheriegeräte-unabhängige Pakete die darüber hinaus ganze Folgen von Schaubildern logisch verketten können, die periodische Aktualisierung der Sequenzen erlauben und sie in einer integrierten Bibliotheksverwaltung quasi auf Knopfdruck abrufbar für den Benutzer bereithalten. Auf diese Weise werden aufwendige Generierungs-Funktionen während der Laufzeit der meisten Dialogprogramme und damit eine zusätzliche Rechnerbelastung vermieden. Arbeitsplatzcomputer können derart komplexe Aufgaben naturgemäß nicht autonom lösen, allerdings sehr wohl als intelligente grafische Terminals in visuelle Informations-Systeme einbezogen werden.

Die Beispiel-Grafik wurde mit der Software der ISSCO Deutschland GmbH. Koblenz, erstellt.