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30.01.1981

Informationsanalyse statt Organisations-Strukturuntersuchung: Die Information ist wichtiger als die Organisation

Es gibt Wechselbeziehung zwischen Zielsetzung, Organisation und Information; (vereinfacht dargestellt durch Abbildung1)

Für die Planung und zur Festlegung von Kompetenzen ist eine generelle, unternehmerische Zielsetzung erforderlich, aus der dann Teilziele formuliert werden kön-

Die Mittel der Organisation vor der Planung des Mitteleinsatzes sind Festlegung der Kompetenzen (unter anderem durch den Organisations-Plan) Beschreibung der Stellen mit ihren Aufgaben ( Funktionen-Diagramm) .

nen, die wiederum der Aufgabenbeschreibung dienen. Die Organisation hat statischen, systemstabilsierenden Charakter, wohingegen Veränderungen, Anpassungen an Regelgrößen und externe Bedingungen einschließlich Störgrößen durch Informationen ausgelöst werden. Vereinfacht dargestellt ergibt sich der Zielanpasungs-Prozeß (Abbildung l)durch eine Rückkoppelung über die Information, obwohl ebenso Organisation und Information unmittelbar miteinander verbunden sind, da nicht alle Vorgangs- oder Ablauf-lnformationen die Zielsetzung beeinflussen.

Ein Unternehmen ist aber meist differenzierter und erfordert Subsysteme, die sich sowohl durch Aufgabenstellung als auch durch die Informationserfordernisse unterscheiden, jedoch insgesamt einer Regelung durch die Verwaltung bedürfen. (Vergleiche Abbildung 2)

Dagegen ist die Organisation selbst als ein Prozeß aufzufassen: Die Informationsabläufe sind zu organisieren, indem man sie in Regelkreise (Lernschleifen) einbindet. Das führt zu einer Entfrachtung der Organisation von statisch begründeten Strukturen oder von den tradierten antikomunikativen Werthaltungen. Das heißt, daß die meist sehr aufwendige (und im informellen Teil keineswegs exakte) Beschreibung von Gliederungsstrukturen von Verantwortungen und pulsierenden Tätigkeitsinhalten durch eine

logische Quantifizierung und Zuordnung von Informationsinhalten ersetzt werden kann. Lediglich eine unumgängliche Ordnungsstruktur - zur Konflikt-Kompetenz - ist als Rahmen für interaktives Organisationshandeln festzulegen. Die "Organisation der Information" wäre somit zur Reorganisation nicht nur des Berichtwesens, sondern für das gesamte Verwaltungshandeln einschließlich der Entscheidungen zur Zielkontrolle vordringlich. (Das Berichtswesen soll später wegen der

Die Regelung ist hierbei nur grob durch Konnektoren angedeutet. Die Information

ist als Schwarzer Kasten symbolisiert. Von ihr werden die Prozesse angesteuert, und nicht von der Organisation, die unterhalb der Sparten/Ressorts sitzt und als Interupt skizziert ist.

und je bewußter in ihr gearbeitet wird, um so deutlicher stellt sich heraus, wie wesentlich die Versorgung der in ihr tätigen Mitarbeiter mit Informationen ist, damit sie

- ihre Aufgaben wahrnehmen und

- fundierte Entscheidungen fällen Können.

Die Ausgangssituation wird oft bestimmt durch ein unüberschaubares Nebeneinander von lnformationsmangel und -überfluß. Dabei zeigt sich deutlich ein Mangel an qualifizierter Information. Deren Anforderungen können die wenigsten Mitarbeiter exakt beschreiben. Eher lassen sich noch die Mengenprobleme, in der Regel Lenkungsprobleme der Organisation einschließlich unausgegorener EDV-Programme, umreißen. Eine Zielsetzung jedoch für das Informationsverhalten der Mitarbeiter fehlt, sieht man von dem rührseligen Warten auf grundsätzliche Entscheidungen der Verwaltungsspitzen ab. Denn "Verantwortung", Aufgaben und Planungskompetenzen sind meistens nicht eindeutig festgelegt. Das geht zu Lasten der tariflichen Eingruppierung. Denn die bekannten Managementtheorien nehmen darauf wenig Rücksicht.

Wird fortgesetzt