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07.03.1986 - 

Benutzer haben direkten Zugriff auf das "Wissen der Welt":

Informationsdatenbanken weiter im Aufwind

MÜNCHEN (CW) - Mehr als 2800 Online-lnformationsbanken stehen dem Benutzer derzeit weltweit zur Verfügung. Auf der Angebotsseite sind die USA und Kanada mit einem Anteil von drei Vierteln vertreten, Europa stellt etwa 20 Prozent. Die Bundesrepublik konnte 1986 ihren Anteil mit nunmehr 182 Datenbanken auf rund 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4,5 Prozent) erweitern.

Online-Datenbanken werden heute in drei Kategorien unterteilt. Das sind zum ersten die bibliografischen oder Hinweisdatenbanken. Hier werden beispielsweise von Büchern, Aufsätzen oder Patenten die Titel der Publikationen, die bibliografischen Angaben, im Text auftauchende Schlagworte (Deskriptoren), die Zusammenfassung des Textes (Abstract) und in bestimmten Fällen auch Tabellen, Kodierungen und Klassifikationen gespeichert.

Die Faktendatenbanken dagegen liefern direkt die gewünschten Zielinformationen. Hier sind statistische Daten wie Zeitreihen, Wertpapiernotierungen, Bilanzen, Meßwerte und Materialkonstanten abgelegt. Als dritte Möglichkeit schließlich stehen die Volltextdatenbanken für Recherchen offen. Hier sind, wie der Name schon aussagt, die kompletten Texte der Publikationen gespeichert.

Das internationale Datenbankangebot hat heute seinen Schwerpunkt im Bereich "wirtschaftliche und ökonomische Informationen", die gut die Hälfte der öffentlich verfügbaren Datenbanken umfassen. Der Bereich "Technik" bringt es auf einen Anteil von 15 Prozent, "Biomedizin und Naturwissenschaften" belegen 11 vom Hundert. Alle übrigen Fachbereiche zusammen können einen Anteil von 22 Prozent für sich verbuchen.

Der Zugriff auf die DB-Palette erfolgt mittels Terminal über ein Telefon mit Akustikkoppler oder durch eine Postdatenleitung mit Modem. Darüber hinaus sind Paßworte erforderlich, die bei der Post und den Datenbankdiensten beantragt werden müssen.

Die Kosten bei dieser Art von Informationsbeschaffung resultieren aus den Datenbank- und den Telekommunikationsgebühren. Für online abrufbare Datenbanken liegen die Preise bei etwa 200 Mark pro Stunde. Die Abrechnung erfolgt normalerweise auf Sekundenbasis, bei den Faktendatenbanken wird aber auch nach Rechenzeit veranschlagt.

Die Postgebühren für die Nutzung der Datennetze setzen sich aus einem Zeit- und einem Volumenanteil (Anzahl übertragener Daten) zusammen. Bei der Benutzung von Telefonstatt Datenleitungen werden die üblichen entfernungs- und zeitabhängigen Gebühren berechnet.

Wie Erhebungen bei europäischen Datenzentralen gezeigt haben, überschreiten dort bei Recherchen die Postgebühren selten den Betrag von zirka 20 Mark pro Stunde. Für die Übertragung von Informationen nach und aus den vereinigten Staaten oder anderen außereuropäischen Ländern erhöht sich dieser Wert auf etwa 40 bis 80 Mark. Ferner fallen Kosten für die Aus- und Weiterbildung an, da die spezifischen Abfragesprachen der einzelnen DB-Anbieter erlernt werden müssen.