Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Riesenhuber legt neues Förderungskonzept vor


08.05.1992 - 

Informationstechnik erhält wieder Forschungsmilliarden

BONN (vwd) - Mit rund 1,7 Milliarden Mark werden Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Informationstechnik in Deutschland 1993 von Bund, Ländern und der Europäischen Gemeinschaft gefördert. Davon trägt das Bundesforschungsministerium (BMFT) 998 Millionen Mark, während 468 Millionen Mark aus dem Rückfluß von EG-Mitteln stammen.

Dies geht aus dem Entwurf eines Forschungsförderungskonzepts Informationstechnik für 1993 bis 1996 hervor, den Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber unlängst dem Bundestagsausschuß für Forschung und Technologie vorgelegt hat. Darüber hinaus werden weitere staatliche Mittel über die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Ressortforschung der Länder bereitgestellt.

Für den Bereich der Kommunikationsforschung hat die Deutsche Bundespost Telekom für das laufende Jahr 732 Millionen Mark und für das kommende Jahr 910 Millionen Mark vorgesehen. Hier habe das BMFT seine Förderung stark zurückgefahren.

Die Planung des BMFT werde auch in Zukunft den Hauptzent auf die Sicherung und den Ausbau einer leistungsfähigen Forschungsinfrastruktur und die Förderung der Grundlagenforschung legen. Als Schwerpunkt der Projektförderung nannte Riesenhuber hochauflösende Bildsysteme, digitalen terrestrischen Rundfunk sowie umweltverträgliche Verkehrssysteme.

Trotz gestiegener Aufwendungen der Unternehmen für Forschung und Entwicklung, trotz verstärkter staatlicher Forschungsförderung auf nationaler und europäischer Ebene sei in den vergangenen Jahren der Aufholprozeß bei der industriellen Herstellung und Anwendung der Informationstechnik nicht in dem angestrebten Umfang vorangekommen, heißt es in Riesenhubers Diskussionsentwurf.

Forschung und Entwicklung seien zwar unabdingbare Voraussetzungen für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, entsprechende Programme allein könnten jedoch keine Wettbewerbsfähigkeit garantieren, mahnte Riesenhuber bei der Industrie Anregungen und Initiativen an.