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27.06.1997 - 

Weltweit müssen 460 Mitarbeiter gehen

Informix-Entlassungen treffen auch Deutschland

Ausgelöst wurde die Entlassungswelle, bei der sich der Datenbankspezialist von etwa zehn Prozent seiner bislang rund 4500 Mitarbeiter trennt, durch Verluste von 140,1 Millionen Dollar im ersten Jahresquartal. In einer ersten Reaktion versuchte das Unternehmen, durch die Entlassung von hundert Mitarbeitern in den USA Kosten zu senken. Das reichte offenbar nicht aus. Rasch mußten 60 Japaner und nun 200 von den bislang 800 Europäern folgen. Insgesamt verlassen 460 Mitarbeiter das Unternehmen.

Die deutsche Pressestelle räumt ein, daß "die Organisation Speck angesetzt" habe. Auch seien die Ergebnisse nicht besser als die bei den US-Kollegen, gibt man sich selbstkritisch.

In der Folge stehen neben Entlassungen insbesondere im Marketing und bei der Verwaltung Umstrukturierungen an. So sollen die bislang verteilten Data-Warehouse-Positionen in einer Abteilung konzentiert werden. Außerdem ist geplant, Großkunden wie Intel oder EDS direkt von der US-Zentrale aus zu betreuen. Schließlich sollen künftig Marketing-Aktivitäten europaweit zusammengefaßt werden.

Als Hauptursache für die momentanen Probleme macht Informix nach wie vor die Konzentration auf das Marketing für den objektrelationalen "Universal Server" verantwortlich. Man habe sich von der Begeisterung für die neue Technik mitreißen lassen und dabei übersehen, daß dafür erst eine neue Kundenschicht aufgebaut werden müsse. Auch in Deutschland habe sich der Umsatzrückgang bei den herkömmlichen Produkten nicht durch das Neugeschäft mit dem Universal Server auffangen lassen.

Von konkreterer Bedeutung ist allerdings, wie das Unternehmen inzwischen einräumen muß, daß es bislang an Werkzeugen gefehlt hat, die den Anwendern geholfen hätten, mit ihren Anwendungen auf den Universal Server umzusteigen.

Allerdings soll noch im Juni das "New-Era"-Toolset mit Unterstützung für den Universal Server herauskommen. Außerdem forciert das Unternehmen die Partnerschaften mit Entwicklern, die Datablade-Anwendungen für die neue Datenbank schreiben. Allein hierzulande sollen in den vergangenen drei Monaten etwa zehn neue Softwarefirmen hinzugekommen sein.