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07.07.2000 - 

Zu langsam in die New Economy

Informix enttäuscht mit schwachen Zahlen

MÜNCHEN (CW) - Mit einer überraschenden Gewinnwarnung hat Informix einen Sturz der eigenen Aktie ausgelöst. Wie die Geschäftsleitung einräumte, kommt das Softwarehaus bei der Integration von Ardent nur langsam voran. Außerdem sei man für die New Economy noch zu schlecht gerüstet.

Informix erwartet im zweiten Quartal nur noch einen Nettoertrag von ein bis drei Cent je Aktie. Im Vorjahr waren noch sechs Cent je Anteil erwirtschaftet worden, und die Erwartung von sechs Wallstreet-Analysten, die von First Call/ Thomson Financial befragt worden waren, lag gar bei durchschnittlich zwölf Cent je Anteil. Der Umsatz soll sich bei 240 bis 250 Millionen Dollar einpendeln. Im vergleichbaren Berichtszeitraum des Vorjahres hatte Informix 250,6 Millionen Dollar eingenommen.

Die schlechten Nachrichten lösten eine heftige Reaktion an der Börse aus, zumal Informix in den beiden vorhergehenden Quartalen jeweils mit unerwartet positiven Zahlen überrascht hatte. Die Informix-Aktie verlor 37 Prozent und sank auf 4,7 Dollar - ein Wert, der lediglich im Krisenjahr 1998 unterboten wurde. Die Softwareschmiede begründet die Schwäche mit einem weltweiten Nachfragetief. Insbesondere der europäische Markt habe nicht gehalten, was er versprochen habe. Schuld sei hier auch der hohe Dollarkurs.

Chief Executive Officer (CEO) Jean-Yves Dexmier erklärte, die am 1. März 2000 abgeschlossene, rund 880 Millionen Dollar teure Übernahme von Ardent Software werde im Geschäftsjahr 2000 nicht so stark zum Ergebnis beitragen wie ursprünglich erhofft. Außerdem sei sein Unternehmen für die Anforderungen der New Economy noch nicht hinreichend gut positioniert. "Informix befindet sich mitten in einem fundamentalen Wandel. Wir sind zuversichtlich, dass wir das Geschäft verstehen und die Produkte haben, diesen Markt zu durchdringen. Aber wir müssen unseren Transformationsprozess deutlich beschleunigen."