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23.04.1999 - 

Infoseek startet deutsche Suchmaschine

MÜNCHEN (CW) - Der Markt für Internet-Suchmaschinen ist offenbar noch keineswegs gefestigt. Nach Altavista wagt nun auch Infoseek mit einem lokalisierten Angebot den Sprung aufs deutsche Parkett.

Seit dem 15. April buhlt Infoseek.de unter dem Dach der WSI Webseek Infoservice GmbH & Co. KG, Hamburg, um die Gunst der Web-Surfer hierzulande. Für hohe Besucherzahlen sorgen die deutschen Partner der amerikanischen Muttergesellschaft Infoseek Corp. So verbannte der größte inländische Online-Dienst, T-Online, bereits zur CeBIT den Suchdienst Fireball zugunsten von Infoseek von den Homepages seiner drei Millionen Mitglieder. Auch der Axel Springer Verlag sowie die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wollen Infoseek auf ihren Web-Angeboten aktiv vermarkten. Sie sorgen überdies für die redaktionellen Inhalte in den Kategorien Nachrichten, Wirtschaft und Finanzen, Sport, Entertainment sowie Reisen. Abgerundet wird das Ganze durch den Stellensuchservice "Jobsearch". Beinahe zehn Millionen deutschsprachige Dokumente will Infoseek.de bereits indexiert haben.

Die Anpassung weltweit marktführender Suchmaschinen an einzelne Länder dürfte bei den lokalen Anbietern für einiges Kopfzerbrechen sorgen. Vor kurzem erst war beispielsweise die Endemann Internet AG mit dem Anspruch an die Börse gegangen, bereits im nächsten Jahr deutscher Spitzenreiter zu werden. Firmenchef Ingo Endemann hatte zu diesem Zweck die drei Suchmaschinen Spider.de, Eule.de und Aladin.de aufgekauft, um sie miteinander verknüpfen zu können. Nun muß er sich nicht nur mit dem deutschen Platzhirsch Fireball, sondern auch mit den lokalen Ablegern der größten internationalen Anbieter auseinandersetzen. Von den Top sieben fehlten bis vor kurzem nur noch Altavista und Infoseek. Letzteres gräbt durch die Allianz mit T-Online zwar dem Endemann-Konkurrenten Fireball das Wasser ab, sticht Endemanns Suchmaschinen aber durch den gewaltigen Datenbestand (zumal im Verbund mit der amerikanischen Site) und die ausgereifte Technologie ebenfalls aus. Lokalen Anbietern bleibt möglicherweise nur der Sprung in noch kleinere Nischen - beispielsweise durch die Konzentration auf präzise definierte Zielgruppen. Doch auch hier werden die Großen nicht schlafen.