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02.03.1984 - 

Inmos lehnt AT&T-Angebot ab

LONDON (VWD) - Als weitaus zu niedrig hat das staatliche britische Halbleiterunternehmen Inmos Ltd. das Übernahmeangebot von AT&T über 65 Millionen Dollar bezeichnet. Nach Schätzung gut informierter Kreise repräsentiert das Unternehmen einen Wert von mehr als 285 Millionen Dollar.

Ein AT&T-Sprecher betonte, man wolle keineswegs das gesamte Unternehmen, sondern nur bestimmte Vermögensteile und Verbindlichkeiten übernehmen. Wie bereits berichtet, hatte AT&T schon im vergangenen Jahr den Versuch unternommen, mit Inmos handelseinig zu werden.

Inmos-Chairman Sir Malcolm Wilcox hatte sich kürzlich beim britischen Minister für Informationstechnologie über die Unterbewertung seines Unternehmens durch AT&T beklagt. Allein die beiden Produktionsstätten in Südwales und im amerikanischen Colorado Springs seien soviel wert, wie der US-Telefonkonzern insgesamt auszugeben bereit ist.

Nicht in die Rechnung einbezogen worden sei, so Wilcox, das Design-Center in Bristol sowie der immaterielle Firmenwert. Außerdem beginne das Unternehmen nach fünf Verlustjahren, jetzt wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Den vorliegenden Informationen zufolge hatte AT&T die Offerte mit der Zusage gekoppelt, 100 Millionen Dollar in Großbritannien zu investieren. Damit verbunden war das Versprechen, Arbeitsplätze zu schaffen.

Nach Auffassung von Marktkennern ist AT&T vor allem an dem Waliser Werk interessiert, weil sich das Unternehmen damit einen Zugang zum EG-Markt verschaffen möchte. Grund: Die Gemeinschaft erhebt auf die meisten Halbleiterprodukte einen Einfuhrzoll von 17,5 Prozent.