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20.08.1982

Innerhalb von zwei Wochen Entscheidung über die Sanierung AEG: Beschränkung auf den Technikbereich

FRANKFURT (VWD/cmd) - Wie die Olympia AG, Wilhelmshaven, sind die AEG-Telefunken-Nachrichtentechnik (ATN), Backnang, die ATM Computer GmbH, München-Konstanz, sowie die AEG-Telefunken Software-Technik GmbH & Co. KG, Frankfurt, von dem Vergleichsverfahren des Mutterkonzerns nicht betroffen. Fraglich ist allerdings, ob der zweitgrößte deutsche Elektrokonzern im Zuge der Sanierung an seinen bisherigen Beteiligungen an diesen und anderen selbständigen Töchtern weiterhin festhält beziehungsweise festhalten kann.

Zum Thema ATN hatte Bosch-Chef Hans Merkle auf der Bilanzpressekonferenz Mitte Juli bereits erklärt, Bosch sei bereit, seinen Anteil an ATN zu erhöhen, falls AEG dies anbiete. Seit Ende 1981 halten die Robert Bosch GmbH, Stuttgart, und die Mannesmann AG, Düsseldorf, je 20 Prozent an der ATN, neun Prozent entfallen auf die Allianz-Versicherungs-AG, München, und zu 51 Prozent ist die AEG-Telefunken beteiligt. Außer Bosch haben nach Angaben von VWD jetzt auch die beiden anderen Gesellschafter zu erkennen gegeben, daß sie zur Übernahme des AEG-Anteils grundsätzlich bereit sind.

Bei der 100prozentigen AEG-Tochter Software-Technik und bei der ATM, an der AEG zu 75 und die US-Firma Modcomp zu 25 Prozent beteiligt sind, gibt es nach Angaben eines AEG-Sprechers bisher keine Pläne, Beteiligungen oder Teile davon zu veräußern.

Olympia-Pressechef Kurt Günther bestätigte dagegen auf Anfrage, daß sich der Büromaschinenhersteller "in konkreten Vorgesprächen mit interessierten Unternehmensgruppen" befindet. Als mögliche Partner nennt das Düsseldorfer "Handelsblatt" die schwedische LM Ericsson und die französische Honeywell Bull.

Wie das Wirtschaftsblatt weiter berichtet, ist das Ziel des von AEG-Chef Heinz Dürr angepeilten Sanierungskonzepts die Entflechtung des schwer steuerbaren Großgebildes. Die Entscheidung werde in den nächsten 14 Tagen fallen. In einem ersten Schritt sollen zunächst die sieben technischen Bereiche, an denen die AEG zumindest mehrheitlich beteiligt bleiben will, neu geordnet werden.

Anschließend sehe das Konzept für die "neue AEG" vor, diese Bereiche in selbständige und damit bürgschaftsfähige Tochtergesellschaften umzuwandeln. Zum Kernbereich Technik (60 000 Mitarbeiter, acht Milliarden Mark Umsatz) gehört nach "Handelsblatt"-Angaben auch die Büro- und Informationstechnik, also Olympia.

Beteiligungen unter 50 Prozent seien dagegen für die Bereiche Hausgeräte, Unterhaltungselektronik, Elektrowerkzeuge, elektronische Bauelemente und Nachrichtentechnik geplant. Als Partner für die Nachrichtentechnik werden wiederum die beiden bisherigen Minderheitsgesellschafter Bosch und Mannesmann genannt, als Partner für den Sektor Bauelemente das United-Technologies-Unternehmen Mostek.