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26.11.1999 - 

Schwerpunkt auf Anwendungsintegration

Inprise möchte ASPs mit Tools beliefern

MÜNCHEN (CW) - Der Hersteller der Borland-Entwicklungswerkzeuge will sich zukünftig auf den Markt der Application-Service-Provider ausrichten. Die kalifornische Company beabsichtigt, sich dabei auf die Integration von Anwendungen verschiedener ASPs zu konzentrieren und dafür geeignete Tools auf den Markt zu bringen.

Die von Inprise kürzlich verlautbarten Pläne für den ASP-Markt umfassen sowohl Dienstleistungen als auch den Verkauf von Werkzeugen. Nach seinen vorläufig noch wagen Ankündigungen möchte Interims-CEO Dale Fuller die unterschiedlichen Anwendungen über die Benutzer-, Transport- und Messaging-Schichten zusammenführen. Über erstere sollen Anwender via Browser einen zentralen Zugang zu verschiedenen ASPs erhalten und sich dabei einheitlich für die Nutzung der diversen Ressourcen registrieren können. In welcher Form dieser übergreifende Registrierungsdienst umgesetzt werden soll, ließ der Inprise-Manager offen. Die geplanten Angebote für den "Transport Layer" sollen ASPs die Programmentwicklung ohne Rücksicht auf bestimmte Endgeräte erlauben, mit der Software für den "Messaging Layer" möchte Inprise die Kommunikation zwischen Applikationen unterschiedlicher Anbieter ermöglichen.

Mit der Orientierung auf ASPs folgt Inprise dem Beispiel anderer Tool-Hersteller, die sich ebenfalls Anteile in diesem Markt sichern wollen. Laut einer Prognose von IDC sollen die Ausgaben für mietbare Anwendungen von heuer 150 Millionen Dollar bis 2003 auf über zwei Milliarden steigen. Beobachter halten im Fall von Inprise allerdings für problematisch, daß die angeschlagene Tool-Company damit erneut ihre grundsätzliche Ausrichtung ändert. Mit der Umbenennung von Borland in Inprise wollte sie das Image der Desktop-Firma loswerden und sich als Softwarelieferant für das Enterprise positionieren. Mit dem erneuten Rückfall in die Verlustzone und dem Rücktritt von Del Yocam als CEO ist dieses Vorhaben weitgehend gescheitert.

Obwohl Analysten den Markt für Anwendungsintegration überwiegend als lukrativ bewerten, könnte sich die prekäre Unternehmenssituation von Inprise dort noch negativer auswirken. Zögern Unternehmen schon dabei, auch hochwertige Software von einer Firma zu beziehen, deren Zukunft ihnen als nicht gesichert erscheint, so begeben sich ASPs bei einem Anwendungsintegrator in noch stärkere Abhängigkeit.