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30.04.1999 - 

"In den IT-Abteilungen klafft eine Wissenslücke"

INS berät bei Netzproblemen

Seit Dezember 1998 ist das auf Netze spezialisierte Beratungsunternehmen International Network Services (INS) auch in Deutschland aktiv. Mit John Drew, President und Chief Executive Officer (CEO), sprach CW-Redakteur Martin Seiler.

CW: Welche Trends treiben die Vernetzung in Unternehmen vornehmlich voran?

DREW: Zum einen ist dies die Globalisierung im Geschäftsbereich. Firmen, die in mehreren Ländern operieren, müssen ihre Prozesse natürlich aufeinander abstimmen. Zudem wirkt sich die zunehmende Verbreitung von E-Commerce positiv auf die Netzbranche aus: Solche Lösungen verlangen nach einer robusten Netzinfrastruktur. Ein letzter wichtiger Faktor ist die Konvergenz der Sprach- und Datennetze auf Basis des Internet Protocol (IP). Unternehmen können enorme Einsparungen erwarten, wenn sie ihre Sprach- und Datenübertragungen zusammenlegen.

CW: Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere am Netzwerkmarkt?

DREW: Die Entwicklung neuer Technologien schreitet hier sehr schnell voran. Das macht es für Unternehmen schwer, immer auf dem aktuellen technischen Wissensstand zu sein. Unserer Meinung nach klafft in den IT-Abteilungen eine Wissenslücke, weil es nahezu unmöglich ist, alle neuen Verfahren im Auge zu behalten, geschweige denn im eigenen Netz umzusetzen.

CW: Und wie hält INS damit Schritt?

DREW: Weil wir uns mit nichts anderem beschäftigen. Unsere Berater haben die Möglichkeit, auf unser "Knowledgenet", eine interne Online-Infrastruktur, zuzugreifen - so müssen sie nicht jedesmal eine neue Lösung für ein Problem entwickeln, sondern können auf bereits vorhandenes Wissen zurückgreifen.

CW: Reicht das aus?

DREW: Zudem stehen alle unsere Berater ständig miteinander in Verbindung, so daß sie notfalls den Rat eines Kollegen einholen können - schließlich besitzt niemand die Antwort auf alle Fragen. Last, but not least investieren wir etwa 35 Prozent unserer Nettoeinnahmen in die Weiterbildung unserer Mannschaft.

CW: In welchem Verhältnis stehen Sie zu den Herstellern von Netzequipment und -software?

DREW: Wir sind Konkurrenten, aber auch Geschäfts- und Kooperationspartner. In den USA haben wir einen Vertrag über den Aufbau eines Netzes für eine regionale Telefongesellschaft bekommen, um den sich sowohl Lucent als auch Cisco beworben hatten. Obwohl wir Services und keine Netzkomponenten anbieten, erhielten wir den Zuschlag.

CW: Befinden Sie sich nicht in einem Konflikt zwischen Kooperation einerseits und Herstellerunabhängigkeit andererseits?

DREW: Schon, aber wir versuchen jeweils herauszufinden, was für den Kunden die beste Technologie ist. Außerdem greifen auch Hersteller, beispielsweise Cisco, auf unsere Dienstleistungen zurück. Wichtig ist, daß die Lösungen funktionieren, die wir den Unternehmen vorschlagen.

CW: Welche Rolle spielt das Jahr-2000-Problem für INS?

DREW: Wir bieten an, Netze auf die Tauglichkeit für die Datumsumstellung zu prüfen, aber die meisten unserer Kunden, darunter viele Finanzinstitute, haben diese Arbeiten schon abgeschlossen.