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12.01.1996 - 

Der Unternehmenswert verfaellt in rasantem Tempo

Insider handeln Bain Capital als den Kaeufer von Wordperfect

An der Spitze der Liste mit moeglichen Wordperfect-Kaeufern steht momentan die Bain Capital Inc., Boston. Dies verlautete aus Novell-Kreisen, die mit den Verhandlungen befasst sind. Bain Capital vertritt demzufolge eine Gruppe von Investoren, zu denen auch ehemalige Wordperfect- und Novell-Manager gehoeren. In der Vergangenheit hatte die Investmentgruppe bereits in andere Software-Ventures wie Corporate Software Inc., Josten's Learning Corp. und R. R. Donnelley's Global Software Services investiert.

Liz Tanner, Sprecherin der Novell Business Application Division, wollte entsprechende Verhandlungen weder bestaetigen noch dementieren.

Sie teilte lediglich mit, dass Novell kurz davor stehe, etwas ankuendigen zu koennen. Auch bei Bain war man zu keiner Stellungnahme bereit.

Die mittlerweile ueber zwei Monate dauernden Verkaufsverhandlungen werden in den USA mit zunehmender Haeme kommentiert. "Die glaubten, es reicht, zu sagen, wir verkaufen Wordperfect, und die Leute kommen von allein mit Koffern voll Geld", bewertet Amy Wohl, Herausgeberin des Industrie-Informationsdienstes "Trendsletter", Novells Verkaufsabsichten.

Zu viele Bedingungen schrecken Kaeufer ab

Eine moegliche Erklaerung fuer die langwierigen Verhandlungen hat Will Fastie, Kopf einer Investorengruppe, die ebenfalls Wordperfect kaufen wollte, parat. Fastie zufolge schreckt Novell mit zu vielen Bedingungen potentielle Kaeufer ab. So muessten die neuen Eigner beispielsweise zusichern, dass sie keine Jobs streichen oder Beschaeftigte in anderen Bereichen einsetzen. Ebenso gehoere eine Zusicherung ueber die Weiterentwicklung der Wordperfect-Produkte zum Vertrag. Kurz nach Bekanntwerden der Verkaufsabsichten waren IBM und Computer Associates als Uebernahme-Interessenten im Gespraech.

Angesichts solcher Einschraenkungen rechnen Insider mit einem Verkaufspreis von 100 bis 200 Millionen Dollar. Novell dagegen hatte sich einen Erloes von 400 Millionen Dollar erhofft, nachdem die Netzwerker 1994 855 Millionen Dollar fuer den Erwerb von Wordperfect bezahlt hatten.