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05.10.2001 - 

Open-Source-Software von Jabber

Instant Messaging für den Unternehmenseinsatz

MÜNCHEN (CW) - Die amerikanische Firma Jabber Inc. stellt Instant-Messaging-Clients und -Server her, mit denen Firmen eigene Chat-Services aufsetzen können. Ein Glanzpunkt der Lösung: Laut Hersteller schlägt die Software eine Brücke zu den Chat-Systemen anderer Hersteller.

Eine Vielzahl von PC-Anwendern nutzt Software wie AOL Instant Messenger (AIM) oder MSN Messenger von Microsoft, um sich mit Freunden per Chat zu unterhalten. Zunehmend halten diese Tools Einzug in Unternehmen, etwa zwecks Textkonferenz mit Kollegen anderer Abteilungen oder Niederlassungen beziehungsweise für einen Plausch mit Instant-Messaging-(IM-)Nutzern anderer Firmen. Doch die beliebten Tools haben einen Haken: Sie sind nicht miteinander kompatibel. Will ein AIM-Nutzer mit einem Kollegen, der MSN Messenger verwendet, einen Chat abhalten, müssen sie die Software des Kommunikationspartners zusätzlich installieren. Oder sie nutzen die Instant-Messaging-Software von Jabber Inc. Mit dem gleichnamigen Open-Source-Programm kann der Anwender nicht nur mit anderen Jabber-Nutzern "chatten", sondern auch mit solchen, die Clients wie AIM, ICQ, Yahoo Messenger und MSN Messenger besitzen.

Möchte ein JIM-Anwender Kontakt beispielsweise zu einem AIM-Nutzer aufbauen, muss er in seinem Client ein Gateway für den AOL-Service einrichten. Voraussetzung ist ein bestehender Account bei dem betreffenden Dienst. Somit erspart er sich zwar den Betrieb mehrerer Clients, doch um die Registrierung bei den IM-Serviceanbietern kommt er nicht umhin. In den Hilfeseiten zu seinem Client verweist Jabber darauf, dass es keine Garantie für ein Zustandekommen von Verbindungen zu anderen IM-Services gibt. Das ist richtig: In einem Test war es nicht möglich, ein Gateway zu ICQ zu konfigurieren, während die Verbindungen zu MSN und Yahoo klappten. Der Hersteller räumt Probleme mit dem ICQ-Gateway ein.

Neben der kostenlosen Client-Software "Jim" vermarktet Jabber einen Server namens "Jabber Commercial Server", mit dem Firmen eigene Instant-Messaging-Server für ihre Mitarbeiter aufsetzen können. Im Gegensatz zu proprietären IM-Servern wie "Lotus Sametime" und dem "Exchange 2000 Conference Server" von Microsoft setzt Jabber auf XML. Technisch gesehen agiert der Server als Nachrichten-Router für Instant-Messaging-Clients. Er verfügt über SSL-basierende Verschlüsselungsfunktionen. Sowohl die Übertragung der Anmeldedaten als auch die ausgetauschten Texte werden dadurch nur kodiert übertragen. Darüber hinaus sind Firmen in der Lage, eigene Authentifizierungssysteme einzubinden, um das System vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Administratoren können den Server so konfigurieren, dass keine IP-Adressen der Nutzer nach außen gelangen. Die Verwalter sind in der Lage, LDAP-gestützte Benutzerverzeichnisse oder solche, die auf SQL-Datenbanken basieren, einzubinden, um dort die IM-Konten der Mitarbeiter zu speichern. Client-seitig unterstützt Jabber Linux, Windows und Mac OS.