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10.04.1998 - 

Ostdeutsche Tochter BUB kämpft mit Standortproblemen

Integrata: Erfolgsbilanz mit kleinen Schönheitsfehlern

Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte das DV-Schulungsunternehmen Integrata Training (ohne Tochtergesellschaft) einen Umsatz von 49,2 Millionen Mark gegenüber 41 Millionen Mark im Jahr 1996 - ein Plus von gut 20 Prozent. Der Jahresüberschuß nach Steuern des seit April 1997 börsennotierten Unternehmens wuchs gegenüber dem Vorjahr um rund 112 Prozent auf 1,3 Millionen Mark. Damit können die Aktionäre mit einer Aufstockung der Dividende von 1 auf 1,50 Mark je Fünf-Mark-Aktie rechnen.

Nicht so glänzend verlief allerdings das Geschäftsjahr für die Integrata-Tochter BUB Bildungs- und Beratungs GmbH, die mit 6,8 Millionen Mark Umsatz rund 16 Prozent hinter dem Vorjahreseinnahmen zurückblieb. Günter Heilmann, Vorstand der Integrata Training AG, führte den schwachen Geschäftsverlauf bei der BUB, die in Mecklenburg-Vorpommern an insgesamt vier Standorten präsent ist, auf die schlechte Arbeitsmarktsituation in dieser Region zurück - insbesondere aber auf entsprechende Kürzungen bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Unzufrieden zeigte sich der Integrata-Vorstand vor der Presse in Stuttgart aber auch über die Geschäftsentwicklung der beiden Franchise-Partner in Prag und Antwerpen, ohne allerdings Zahlen zu nennen.

Von diesen Umsatzdellen abgesehen verzeichneten alle übrigen Geschäftsfelder der Integrata Training AG 1997 deutliche Zuwächse. Allen voran der Bereich Qualifizierungsprojekte, wo die Einnahmen den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr um 138 Prozent auf 6,3 Millionen Mark gesteigert werden konnten. Größter Umsatzträger ist allerdings nach wie vor der Schulungsbereich PC/Telekommunikation, der um 21 Prozent zulegte. Das zweitwichtigste Integrata-Geschäftsfeld, Seminarangebote zu den Themen Großrechner und Software-Engineering, kam auf ein Plus von zehn Prozent. Mehr als erfreuliche Zuwachsraten konnten mit 100 Prozent auch die SAP-Schulungen verbuchen, die insgesamt zehn Prozent zum Umsatz der Integrata Training beisteuerten.

Zusätzlich zu den bestehenden Seminarangeboten haben die Tübinger seit Beginn dieses Jahres den Bereich Multimedia mit Schwerpunkt Internet/Intranet-Technik in ihren Themenkatalog aufgenommen. Integrata Training plant hierzu den Aufbau eines eigenen Lernstudios und will mit Anbietern multimedialer Lernsoftware, zum Beispiel mit dem schwedischen Softwarehersteller M2S, kooperieren.

Im Zuge einer weiteren Regionalisierung ist zudem vorgese- hen, die bis dato acht deutschen Geschäftsstellen um zusätzliche Niederlassungen in Stuttgart und Nürnberg zu ergänzen. Aber auch auf dem europäischen Parkett will sich der DV-Schulungsanbieter, der bereits in Belgien, der Schweiz, Österreich und Tschechien mit Franchise-Partnern vertreten ist, seine Präsenz verstärken. Frankreich ist dabei als nächstes Ziel auf der Integrata-Europa-Karte auserkoren.

Insgesamt blickt der Integrata-Vorstand auch für das laufende Geschäftsjahr 1998 optimistisch in die Zukunft, wo ein Umsatzwachstum von etwa neun Prozent auf dann 61 Millionen Mark anvisiert wird. Geplant ist außerdem, den Stamm der festen Mitarbeiter von derzeit 130 auf 145 aufzustocken.