Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

12.02.2009

Integrata will neu durchstarten

Nachdem drei Bildungs-Manager und die Private-Equity-Firma Cornerstone die Integrata AG von Logica gekauft haben, soll es jetzt wieder aufwärtsgehen.

Der 57-jährige Informatiker Gerhard Wächter will es nochmal wissen. Bis 2004 war er Chef des traditionsreichen Schulungsunternehmens Integrata Training, das Anfang der 60er Jahre gegründet wurde. Nun hat er sich mit den Bildungs-Managern Ingmar Rath (51) und Andreas Dahmen (47) zusammengetan und gemeinsam mit Cornerstone Integrata vom IT-Dienstleister Logica gekauft. Für Logica war Training nie ein Kerngeschäft, weshalb man schon länger auf der Suche nach einem Käufer war. Integrata ging zunächst 1998 an das französische Beratungshaus Unilog, das wiederum 2006 von Logica geschluckt wurde.

Profitabilität soll höher werden

Die drei Trainingsprofis bilden mit dem jetzigen Vorstand Bernd Bönte die Führungsriege. Rath fungiert als CEO, Dahmen ist für die Finanzen zuständig, Wächter verantwortet vor allem das Produkt- und Ressourcen-Management, und Bönte kümmert sich um den Vertrieb. Gegenüber der CW zeigten sich Rath, Dahmen und Wächter optimistisch, dass sie an frühere Erfolge von Integrata anknüpfen können. Auch heute unterrichten dort rund 1300 Dozenten, und die Firma erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 31,5 Millionen Euro. Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor. Rath will nun den Umsatz, aber vor allem die Profitabilität des Unternehmens erhöhen, wie er gegenüber der CW versicherte.

Beratung für Personalentwickler

Die neuen Besitzer sehen in der aktuellen Krise auch Chancen für ihr Unternehmen und ihr Geschäft. So wolle man stärker als bisher im Bildungs-Outsourcing aktiv werden. Firmen seien in solchen Zeiten eher bereit, auf ihre interne Weiterbildungsorganisation zu verzichten, da sie nicht zum Kerngeschäft gehöre. Integrata übernimmt die komplette Trainingsorganisation eines Unternehmens von der Anmeldung der Teilnehmer über die Kurse bis zur nachträglichen Erfolgsbewertung. Damit ergebe sich ein weiteres Feld, in dem man gute Wachstumschancen sieht - nämlich die Beratung rund um Mitarbeiterförderung und Personalentwicklung.

Wachstum mit Nicht-IT-Themen

Grundlage bleiben nach wie vor die IT-Seminare, die immerhin fast drei Viertel des Umsatzes ausmachen. Positiv entwickeln sich aber auch Nicht-IT-Themen. Dieses Gebiet - angefangen von klassischen Kursen zu Rhetorik, Moderation, Präsentation bis zu Betriebswirtschaftskursen - soll ausgebaut werden. Zurückhaltend äußerten sich die drei Neu-Eigentümer zum elektronischen Lernen. Integrata erziele mit reinen E-Learning-Angeboten nur geringen Umsatz, und auch in Zukunft sehe man hier keine großen Wachstumspotenziale.