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12.02.1993 - 

Stammkapital der Berliner um ein Sechstel erhoeht

Integrata zu einem Viertel an Beta Systems Software beteiligt

Sichtlich zufrieden praesentierte Alfred Tauchnitz, Vorsitzender des Beta-Vorstands, die Ergebnisse des Geschaeftsjahres 1992, in dem das Unternehmen seine Einnahmen auf 23,5 Millionen Mark gegenueber 15,9 Millionen im Jahr 1991 steigern konnte. Hatte 1991 unter dem Strich eine runde Million Mark gestanden, so lag 1992 der Gewinn anderthalbmal so hoch, naemlich bei 1,5 Millionen Mark. Die Umsatzrendite betrug demnach etwa 6,4 Prozent.

Auch der Pro-Kopf-Umsatz kann sich sehen lassen. Einnahmen von rund 309 000 Mark entfielen auf jeden der 76 Beta-Mitarbeiter.

Wie Mitbegruender und Vorstandsmitglied Bill Schmidt erlaeuterte, hat der Software-Anbieter das fuer die derzeitige Marktlage ungewoehnliche Umsatzwachstum vor allem seinem Produkt "Beta 93" zu verdanken. Bei schwacher Konjunkturlage wuerden die Kunden naemlich solche Produkte nachfragen, die einen schnellen Return on Investment verspraechen. Das Listenverteilsystem macht sich, so Schmidt, bereits nach einem Jahr bezahlt.

Weniger erfreulich entwickelte sich das Auslandsgeschaeft der Berliner: Der nicht konsolidierte weltweite Umsatz des Unternehmens stieg lediglich von 20 auf 27,3 Millionen Mark. Im

Klartext heisst das: Der in Frankreich, Grossbritannien und den USA erzielte Umsatz ging im vergangenen Jahr zurueck - von 4,1 auf 3,8 Millionen Mark. Beta Systems begruendet die "unterproportionale Exportsteigerung" mit "rezessionsbedingten Problemen" in den drei Auslandsniederlassungen.

Im Gegensatz dazu stehen die Erwartungen, die die Integrata an die Minderheitsbeteiligung knuepft. Laut Heinrich Uhlig, Integrata- Vorstand und frischgebackenes Mitglied des Beta-Managements, wollen die Tuebinger mit diesem finanziellen Engagement unter anderem ihre Praesenz im internationalen Markt verstaerken, die sich bislang auf einige Kooperationen beschraenkt.

Integrata beschaeftigt sich vorrangig mit Schulung und Beratung von DV-Profis. Der Vertrieb von Standardsoftware trug im vergangenen Jahr nur etwa zehn Prozent zum Gesamtumsatz in Hoehe von 122 Millionen Mark bei. Beta verspricht sich von der Kooperation mit den Baden-Wuerttembergern die Moeglichkeit, das Produktangebot um Beratungsleistungen zu ergaenzen.

Die an Integrata uebertragenen Beta-Anteile setzen sich nur partiell aus neuen Aktien zusammen. Ein nicht bezifferter Teil befand sich bis dato im Besitz des kuerzlich ausgeschiedenen Beta- Mitbegruenders James Henderson. Eigenen Angaben zufolge will Henderson in seine britische Heimat zuruecckehren. Seinen Sitz im Aufsichtsrat uebernimmt der Vorsitzende des Integrata-Vorstands, Wolfgang Heilmann.

Ihren Erfog aus dem vergangenen Jahr wird die Beta Systems Software AG wohl kaum wiederholen koennen. Auch wenn Tauchnitz dies keineswegs bestreitet, so gibt er sich doch "fest davon ueberzeugt, dass der Markt fuer Grossrechner-Software ... auch weiterhin reelle Wachstumschancen bietet". Zwar wuerden einige kleinere Anwenderunternehmen von MVS auf OS/400 wechseln, doch entstuenden dafuer neue "Mega-Rechenzentren".

Bislang macht Beta Systems denn auch noch keine Anstalten, sich aus der jahrelangen MVS-Fixierung zu loesen. Allerdings stellte Tauchnitz fuer die diesjaehrige Hannover-Messe

CeBIT eine Ankuendigung in Aussicht, die die Unterstuetzung neuer Plattformen betraefe. Um welche Betriebssysteme es sich dabei handelt, wollte er noch nicht verraten.

Statt dessen gab die Beta Systems eine weitere Kooperation im MVS-Bereich bekannt: Kuenftig wird sie die Systemsoftware-Produkte der Altai Inc. mit Sitz im texanischen Arlington vermarkten - und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Oesterreich, der Schweiz und einigen osteuropaeischen Laendern. Waehrend die Beta- Produkte vorrangig der Arbeitsnachbereitung und Qualitaetskontrolle dienen, sind die Altai-Systeme fuer die Arbeitsvorbereitung und - durchfuehrung im Rechenzentrum ausgelegt.