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17.09.1999 - 

Pso-System tritt gegen Palm-OS, Epoc und Windows CE an

Integrated Systems entwickelt neue Handheld-Plattform

MÜNCHEN (CW) - Der US-Hersteller Integrated Systems Inc. (ISI) arbeitet mit Branchengrößen wie Mitsubishi oder Sun Microsystems an einer neuen Handheld-Plattform. Als erstes Referenzmodell des "Vantage-IA"-Programms ist das "Web-Pad" geplant. Kernstück dieses Internet Appliance (IA) in Palm-Größe soll das Echtzeit-Betriebssystem "Pso-System" von ISI werden.

Integrated Systems Inc., Hersteller des Echtzeit-Betriebssystems Pso-System, will mit dem Web-Pad eine neue Plattform im umkämpften Handheld-Markt etablieren. Mit im Boot des Vantage-IA-Programms sitzen unter anderem Mitsubishi, das die M32R/D-Prozessoren und das Hardwaredesign der neuen Geräte beisteuert, und Sun Microsystems, dessen Personal-Java-(pJava-) Technologie in die Personal Digital Assistants (PDAs) integriert werden soll. Darauf bauen Applikationen wie zum Beispiel ein E-Mail-Client oder Browser auf, die standardmäßig integriert sein sollen.

Allerdings will die Allianz keine fertigen Produkte für Endkunden auf den Markt werfen. Vielmehr sollen Basiskonfigurationen an OEM-Partner verkauft werden. Diese sollen kundenspezifische Applikationen entwickeln und rund um diese technische Grundlage eigene, für spezielle Märkte konzipierte Geräte konfigurieren können, erklärt Charles Boesenberg, CEO der in Sunnyvale ansässigen Firma. Wie die Applikationen aussehen werden, wird sich zeigen, wenn die ersten fertigen Produkte herauskommen.

Eric Nguyen, Marketing-Manager bei Mitsubishi, glaubt, daß das Konzept Anklang finden wird, da alle wichtigen Komponenten wie Prozessor, Betriebssystem, Middleware und grundlegende Applikationen aufeinander abgestimmt sind. Dadurch entfalle zeitaufwendige und teure Entwicklungsarbeit für die OEMs.

Mit Mitsubishi, Hitachi, NEC und Fujitsu haben bereits vier Hersteller bekanntgegeben, entsprechende Internet-fähige PDAs auf Vantage-IA-Basis bauen zu wollen. Daneben setzen jedoch alle diese Unternehmen parallel auch auf Microsofts Handheld-Betriebssystem Windows CE. Diese zweigleisige Strategie spiegle die momentane Unsicherheit im Handheld-Markt wider, stellt Kevin Williams fest, Analyst der International Data Corp. (IDC). Viele Hersteller versuchten, Erfahrungen mit einer Reihe von verschiedenen Plattformen zu sammeln, um schnell fertige Produkte präsentieren zu können, sollte sich der Markt schließlich für einen Standard entscheiden. "Je breiter man seine Strategie anlegt, desto geringer ist das Risiko", erklärt Williams.

Die endgültigen Spezifikationen der neuen Web-PDA-Plattform sollen im Oktober offengelegt werden. Die ersten Geräte auf dem Markt erwartet Boesenberg für Mitte nächsten Jahres. Inzwischen feilt ISI an fünf weiteren Referenzgeräten, die mit verschiedenen Prozessoren ausgestattet sein sollen. Unter anderem arbeitet der Hersteller mit National Semiconductor zusammen, das erst vor kurzem mit dem "Geode" einen Chip speziell für Information Appliances vorgestellt hat. Alle Geräte sollen jedoch mit dem Pso-System arbeiten. Ende des Jahres sollen die neuen Geräte vorgestellt werden. Über die Preise gibt es noch keine Informationen.