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01.02.1985 - 

Eigentlich keine relevante Fragestellung mehr:

Integration sollte selbstverständlich sein

MÜNCHEN - Veränderungen am konstruktiven Arbeitsplatz erfordern auch Veränderungen in der Informationsstruktur eines Unternehmens. Dr. Klaus Schlemper. CAD/ CAM-Marketing-Manager bei Digital Equipment, München, begründet, warum für ihn die Integration eine ausgemachte Sache ist.

Beim Stichwort Informationsverarbeitung im Büro denken wir fast automatisch an Textverarbeitung, Briefe schreiben, Berichte verfassen, elektronische Ablage und elektronische Post. Vielleicht fallen uns auch noch Tabellengeneratoren und Datenbankabfragen ein, lauter Tätigkeiten, die typischerweise einen Arbeitsplatz mit einem alphanumerischen Terminal voraussetzen, das bestenfalls noch mit einfacher Grafik ausgestattet ist.

Bei CAD kommt uns der Ingenieur in den Sinn, der an einem Grafikarbeitsplatz mit hochauflösender Grafik und spezieller Anwendungssoftware Produkte entwirft, Bewegungsläufe simuliert und die Ergebnisse Zeichnungen dokumentiert grundsätzlich zwei unterschiedliche Arbeitsplätze.

Wenig Zeit für den zeichnerischen Entwurf

In der Regel stellen wir uns nicht ein Konstruktionsbüro vor, wenn wir an Informationsverarbeitung im Büro denken, sondern viel eher einen Ort der Verwaltung oder des Vertriebs. Untersuchungen zeigen jedoch,daß dies nicht gerechtfertigt ist, denn der Konstrukteur verbringt nur rund 30 Prozent seiner Zeit mit dem zeichnerischen Entwurf. In der übrigen Arbeitszeit sucht er Informationen, berechnet oder dokumentiert, verfaßt Berichte, und nimmt an Besprechungen teil. Die Gartner Group hat dies im einzelnen unteracht und festgestellt, daß sehr viele Tätigkeiten und ein hoher Prozentsatz im Ingenieurbüro als "normale" Bürotätigkeit gilt und mit der eines Verwaltungsbüros durchaus vergleichbar ist.

Steigerung der Unternehmensproduktivität

Von den Arbeitsinhalten her hat sich der Konstruktionsarbeitsplatz stärker geändert als der Verwaltungsarbeitsplatz: Das liegt nicht nur an der schnellen Zeichendarstellung und dem Arbeiten am Grafikbildschirm, sondern an der stärkeren Verknüpfung mit den Nachbarabteilungen Fertigung, Arbeitsvorbereitung, Kundendienst und Verwaltung und zwar bereits im frühen Konstuktionsstadium. Dieser Ansatz zielt auf die Steigerung der Unternehmensproduktivität, nicht die einzelner Abteilungen. Es ist zwangsläufig verbunden mit einer erhöhten Kommunikation, einer größeren Zahl von Abfragen und noch mehr Informationssuche, also einem noch höheren Prozentsatz von "normaler" Bürotätigkeit.

Die Hardware- und Softwaretechnik kommt diesen geänderten Arbeitsinhalten weitgehend entgegen. Zum einen durch die Bereitstellung intelligenter Arbeitsstationen, die die verschiedenartigsten Konstruktionstätigkeiten einschließlich der "normalen" Bürotätigkeiten von einem Arbeitsplatz aus erlauben. Zum anderen durch wesentlich verbesserte Software zur Bedienerführung, die einen Sachbearbeiter oder Konstrukteur durch Menüs zur gewünschten Anwendung führt; sei es "Bericht" ,sei es "Zeichnungserstellung".

Büroinformationssysteme können eine solche Bedienerführung einschließlich der gängigen Module für Textverarbeitung, Kommunikation, Post und Ablage bieten. Eine anschauliche Verwirklichung der Integration zwischen technischer Berechnung und Informationsverarbeitung im Büro ist von Dr. Eigner von der Firma Robert Bosch beschrieben worden. In dieser Anwendung hat der Sachbearbeiter im technischen Büro Zugriff auf rund 70 Anwendungen, die von der Wiederholteil-Suche, Stücklistenabfrage, Entwurf, Berechnung, Variantenkonstruktion bis zur Texterstellung und Berichtswesen gehen.

Die Integration von CAD und Informationsverarbeitung im Büro ist wesentlicher Bestandteil der weitergehenden betrieblichen Integration zur Realisierung von CIM (Computer Integrated Manufacturing). Die Optimierung des Fertigungsprozesses durch die Integration des Informationsflusses innerhalb und zwischen den Abteilungen des Unternehmens ist das Ziel dieser Entwicklung.

Die Integration der Informationsverarbeitung im Büro und CAD sollte heute schon selbstverständlich sein. Die Einführung von CAD ohne entsprechende Systemorgahisation und die Einbettung in eine geordnete Benutzerführung, die auch den Zugang zu Textverarbeitung, Elektronischer Post und Datenbankabfragen ermöglicht, kann nur Teilerfolge bringen.