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13.06.1997 - 

Analysten bemängeln fehlenden Mehrwert

Integration von NT soll Artisoft wieder auf Erfolgskurs bringen

Die Geschäfte für Artisoft laufen schleppend. Der Umsatz der Networking-Company fiel von 14,3 Millionen Dollar im zweiten Quartal 1996 auf 9,5 Millionen Dollar im vergleichbaren Quartal des Geschäftsjahres 1997. Eine Belebung des Business versprechen sich die Artisoft-Verantwortlichen nun davon, sukzessive Software-Upgrades mit 32-Bit-NT-Erweiterungen auf den Markt zu bringen. Zu den Produkten zählen das Netzwerk-Betriebssystem "Lantastic 7.0", das Paket "Cosession Remote" für entfernte Zugriffe sowie die Internet- und Intranet-Lösungen "Modemshare" und "i.Share".

Analysten beurteilen NT-Integration skeptisch

Mit dieser Entscheidung, so das Management, will Artisoft keineswegs seiner traditionellen Zielgruppe, den Anwendern von Low-end-Netzen, den Rücken kehren. Vielmehr trage die Maßnahme der zunehmenden Bedeutung von Windows NT für User in kleineren Netzwerken Rechnung.

Artisoft argumentiert, es sei verpflichtet, die Investitionen der Kleinunternehmen zu schützen. Die NT-Initiative biete Anwendern des Microsoft-Systems die Option, weiter auf die Ressourcen ihrer DOS-Rechner zuzugreifen. Sie müßten also ihre bestehende Hardware nicht austauschen und würden dadurch Kosten sparen. Aus Anwendungssicht bringt die Abstimmung auf NT jedoch keinen Mehrwert. Olivier Zitoun, Vice-President Marketing, räumte ein, daß die Systeme Lantastic und Windows NT 4.0 weitgehend die gleichen Funktionen bieten, auch wenn sie unabhängig voneinander laufen. "Der eigentliche Vorteil der Integration liegt darin, die Stabilität von Windows NT auch für Artisoft-Nutzer verfügbar zu machen", erklärte Zitoun.

Von dieser Argumentation sind die Analysten jedoch kaum überzeugt. "Solange eine NT-Version von Lantastic keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Anwender bringt, werden sie auf das neue Angebot von Artisoft nicht reagieren", glaubt Louis Heibert, Analyst von Progressiv Strategies in New York. Die Hoffnung von Artisoft, über die NT-Integration wieder Boden im Networking-Geschäft gutzumachen, wäre in diesem Fall trügerisch.