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13.11.1981 - 

ADVOrga zum fünften Mal auf der Münchner SYSTEMS:

Integrationsbedarf der Anwender wird evident

Im Gegensatz zur jährlich stattfindenden CeBIT-Show in Hannover ist das reine "Sehpublikum" in München deutlich unterrepräsentiert. Die fachliche Auseinandersetzung mit dem umfangreichen Angebot der Informationsindustrie dominiert. Hierzu trägt nicht zuletzt auch die Messekonstruktion, neben der reinen Ausstellung auch ein umfassendes Begleitprogramm mit Kongressen, Symposien und Tagungen anzubieten, entscheidend bei.

Dennoch, den überregionalen, ja internationalen Charakter der Hannover-Messe hat die SYSTEMS noch nicht erreicht. Unsere Statistiken zeigen es ganz deutlich: Über zwei Drittel der Anwender kommen aus dem süddeutschen Raum! Dies ist jedoch für uns als norddeutsches Unternehmen keinesfalls ein Nachteil. Im Gegenteil, auf diese Weise erreichen wir einen auch regional ausgewogenen Interessentenpool.

Auf dem ADV/Orga-Messestand erwiesen sich einmal mehr unsere dialogorientierten Softwareprodukte "Ifas" und "Ipas" als Renner. Für die Vorführung der beiden Produkte hatten wir - wie bereits in Hannover - einen Datex-P-Anschluß von der Isar zum ADV/Orga-Zentralrechner an die Jade eingerichtet, um Dialoge und Transaktionen unmittelbar auf der Messe vorführen zu können. Mit Erfolg, denn während der fünftägigen Veranstaltung konnten wir etwa ein Drittel mehr Interessenten und Kunden auf unserem Stand begrüßen als auf der SYSTEMS vor zwei Jahren.

Unsere Messegespräche haben ferner gezeigt, daß die Nachfrage nach qualifizierten DV-Beratungsleistungen und Softwareprodukten mit hohem Rationalisierungseffekt nach wie vor ungebrochen ist. Insbesondere der Bedarf an und die Akzeptanz für fertige Softwareprodukte ist weiter gestiegen. Die Anwender haben - nicht zuletzt aufgrund der konjunkturellen Bedingungen - erkannt, daß Standardanwendungen die einzige wirtschaftliche Alternative zu zeit- und kostenaufwendigen Eigenentwicklungen darstellen.

"ln Systemen denken" hieß das Motto der SYSTEMS '81. Hieraus laßt sich auch die Forderung nach integrierten oder integrierbaren Softwarelösungen ableiten. Und genau das ergaben auch unsere Messekontakte. Nicht Insellosungen waren gefragt, sondern integrierte oder integrationsfähige Systeme wie Ifas und Ipas auf der Anwendungsseite oder wie unsere integrierte IDMS-Produktfamilie im Bereich der Datenbank- und Datenkommunikationssysteme.

Eine Integration anderer Art wird auch der Verschmelzungsprozeß zwischen Datenverarbeitung, Nachrichtentechnik und Büroautomation einleiten. Das stetige Zusammenwachsen dieser Bereiche wird einen Strukturwandel in der Informationstechnologie nach sich ziehen und eine Rückverlagerung der informationstechnischen Verantwortung in die Benutzerebene bewirken.

Schließlich konnten wir einen Trend beobachten, der sich bereits zur Hannover-Messe abzeichnete: Immer mehr Anwender kleinerer und mittlerer Computer (IBM /38, /34, Nixdorf, DEC, HP3000, CTM, MAI, Data General etc.) wenden sich an potente Softwarehäuser, um fertige Lösungen für ihre leistungsfähige Hardware zu bekommen.

Hier hat sich also ein Markt geöffnet, der in seinen Dimensionen durchaus mit denen der Großdatentechnik Schritt halten kann. Das gleiche gilt übrigens auch für den Bereich der Mikrocomputer: Commodore-, Apple- und Tandy-Rechner halten ihren Einzug nicht nur bei den Hobbyisten, Einzelhändlern, Ärzten, Apotheken etc., sondern werden vornehmlich dezentral in den verschiedensten Funktionsbereichen mittlerer und größerer Unternehmen eingesetzt.

- Dipl.-Kfm. Dirk Lippold ist Prokurist und Marketingleiter der ADV/Orga F. A. Meyer GmbH in Wilhelmshaven.