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08.12.1978 - 

Wiener Bundesanstalt führend:

Integriertes EDV-Konzept für die Lebensmittelkontrolle

WIEN (sf) - In Anwesenheit der österreichischen Bundesministerin für Gesundheit und Umweltschutz, Dr. Ingrid Leodolter, wurde in der Wiener Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung ein Computersystem Honeywell Bull 61/60 offiziell in Betrieb genommen. Mit dieser Anlage, deren Testbetrieb bereits am 1. 7. 77 begann, verfügt die Alpenrepublik als erstes europäisches Land über eine integrierte EDV-Gesamtlösung für die Bereiche Kontrolle und Analyse von Lebensmitteln.

Die strengen Auflagen des österreichischen Lebensmittelgesetzes haben in den letzten Jahren den Aufgabenkreis der Lebensmitteluntersuchung wesentlich erweitert. Unter die Bestimmungen fallen nicht nur Nahrungs- und Genußmittel, sondern auch Zusatzstoffe, Verpackungen, Kosmetika, Geschirr, Reinigungs- und Waschmittel, Spielwaren etc.

Außerdem sieht der Gesetzgeber die Errichtung einer Dokumentations- und Informationsstelle für die Lebensmitteluntersuchung vor. "Eine Bewältigung dieser Aufgaben wäre ohne bedeutenden personellen Mehraufwand nicht möglich", berichtet der Direktor der Wiener Bundesanstalt, Hofrat Dr. Dr. P. Petuely. Das Gesundheitsministerium entschied sich für die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung, "um den Schutz des Verbrauchers zu intensivieren", wie die Ministerin in ihrer Festansprache hervorhob.

Mit dem Honeywell-Rechner, der über 32 KB-Haupt- und 46 MB-Magnetplattenspeicherkapazität verfügt, werden derzeit die Daten aller der Bundesanstalt zugelieferten Lebensmittelproben (jährlich sind das zirka 30 000) erfaßt sowie die Gutachten der Abteilung für tierische Lebensmittel erstellt. Zur Zeit arbeitet ein Projektteam an der Anwendungssoftware für die bakteriologischhygienische und für die Milchabteilung. Bis Ende 1979 soll nach Auskunft von Hofrat Petuely die EDV in allen Abteilungen der Bundesanstalt integriert sein.