Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.11.1982 - 

Das IFS gemeinsam stricken:

Integriertes Fernmeldesystem unumgänglich

BERN (sg) - Mit den gegenwärtig im Bereich Telekommunikation führenden Firmen der Schweizerischen Fernmeldeindustrie, der Hasler AG, der Siemens-Albis AG und der Schweizer ITT-Tochter Standard Telefon und Radio AG entwickeln die Schweizerischen PTT-Betriebe ein integriertes Fernmeldesystem (IFS). Dem Vernehmen nach soll dieses System noch vor Ende dieses Jahrzehnts in der Schweiz installiert sein.

Mit dem IFS, das über ein und dasselbe Netz neben der Telefonie auch neue Tele-Dienste und Datenübertragung einschließen soll, wird das heutige, zu den am besten funktionierenden Einrichtungen der Welt zählende Telefonsystem ersetzt. Im Vordergrund stehen dabei Entwicklung und Einführung neuer Digitalzentralen, welche wegen der damit realisierbaren Personaleinsparungen gerade in jüngster Zeit auch Sorgen bereiten.

Da man jedoch davon ausgeht, daß Digitalisierung im Fernmeldeverkehr früher oder später ein unumgängliches Erfordernis ist, das vor allem unter dem Aspekt seiner gesamtwirtschaftlichen Bedeutung gesehen werden muß, dürfte wohl niemand allen Ernstes an eine Einstellung dieses Milliardenprojekts denken. Denn gerade in einem Land wie der Schweiz, dessen wirtschaftliche Stärke vornehmlich auf Unternehmen aus dem tertiären Bereich beruht zum Beispiel auf Banken, Versicherungen und Handelsgeschäfte, bei denen die Kommunikationsmittel und -wege für den Geschäftserfolg von allergrößter Wichtigkeit sind, ist ein Kommunikationsnetz fast schon so etwas wie der Lebensnerv der Wirtschaft.

Dazu ist in Anbetracht einer für 1984 geplanten Gebührenerhöhung weiter festzustellen, daß wenn die PTT-Betriebe ihre Leistungen auch weiterhin zu tragbaren Tarifen anbieten wollen, diesen keine andere Wahl bleibt, als die begonnenen Maßnahmen zur Rationalisierung fortzuführen. Wobei noch zu sagen wäre, daß bei der PTT schon jetzt Engpässe in der Personalrekrutierung bestehen, die sich speziell im technischen Bereich noch verschärfen dürften.

Für die am IPS beteiligten Firmen bedeutet es, über die momentane Sicherung einer großen Zahl von Arbeitsplätzen hinaus, indes einiges mehr, daß die Schweizerischen PTT-Betriebe ihnen die Entwicklungsarbeiten mit übertragen haben. Denn damit werden sie in die Lage versetzt, im Angebot auf dem Weltmarkt mit einer technisch guten Lösung aus Hard- und Software mithalten zu können.

Primär jedoch wird das Integrierte Fernmeldesystem für die Bedürfnisse der Schweiz zugeschnitten werden.