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23.01.2004

Intel-Aktie: Dünne Luft auf dem Gipfel

Die erneut glänzenden Zahlen nutzten dem US-Halbleiterriesen Intel nichts. So wurden im traditionell starken Weihnachtsquartal 8,74 Milliarden Dollar erlöst. Der Gewinn nach Steuern verdoppelte sich auf 2,17 Milliarden Dollar beziehungsweise 0,33 Dollar je Aktie und übertraf die Analystenerwartungen. Trotzdem gab der Kurs nach der Bekanntgabe der Zahlen nach, weil sich Anleger vom Ausblick enttäuscht zeigten.

Für das laufende Quartal erwartet Intel Einnahmen von 7,9 bis 8,5 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 0,26 Dollar je Aktie. Auch soll die Gewinnmarge von erstaunlichen 63,6 Prozent im vierten Quartal 2003 wieder auf 60 Prozent sinken. Zudem dürften steuerliche Effekte wegfallen oder sich zumindest reduzieren, die es Intel zuletzt ermöglicht hatten, die Steuerquote auf 16 Prozent zu senken.

Mit den exzellenten Quartalszahlen bestätigt das Unternehmen einmal mehr, dass es der unangefochtene Marktführer der Halbleiterbranche ist und bleibt. Dank der hohen Nachfrage im Prozessorgeschäft in China und der Umsatzbelebung bei europäischen Firmenkunden dürfte Intel auch künftig weiter wachsen und die Gewinne deutlich steigern können. So erwarten Analysten für 2004 einen Umsatz von bis zu 35 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,25 Dollar je Anteilschein.

Doch die Luft an der Spitze ist dünn: Nachdem sich der Kurs von Intel im Jahr 2003 bereits verdoppelt hat und der Börsenwert inzwischen 216 Milliarden Dollar beträgt, muss die Company kontinuierlich positiv überraschen und die Prognosen übertreffen, um weiteres Kurswachstum rechtfertigen zu können. Intel ist inzwischen mit dem sechsfachen Umsatz und dem 26fachen Gewinn ausreichend bezahlt. Aufgrund der bereits sehr hohen Nettomargen von über 23 Prozent sind Renditesteigerungen nur noch in einem geringen Umfang möglich. Der Konzern bleibt zwar das Standardinvestment im Halbleiterbereich, jedoch haben sich die Kursrisiken aufgrund der ambitionierten Bewertung der Aktie deutlich erhöht. (ajf)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.