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25.07.1997 - 

Nur Cyrix schreibt rote Zahlen

Intel, AMD und Cyrix legen beim Umsatz kräftig zu

Der Rekordumsatz aus dem ersten Quartal 1997 wurde nicht wieder erreicht: Die Einnahmen lagen im zweiten Jahresabschnitt bei 6,45 Milliarden Dollar - das sind 7,6 Prozent weniger als im ersten Viertel des laufenden Geschäftsjahres, aber 29 Prozent mehr als im ersten Quartal 1996.

Pentium-Chips der neuen Generation (Pentium II und Pentium mit MMX-Erweiterung) scheinen vom Markt schneller angenommen zu werden, als man bei Intel erwartet hatte. Ebenso rasch sinkt das Interesse an herkömmlichen Pentium-Chips. Deren Produk- tion will Intel nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bereits im dritten Quartal 1997 einstellen.

Dem enormen Zuspruch, den die neuen Chips finden, hat es Intel wohl zu verdanken, daß der Kurs nach Bekanntwerden des Quartalsergebnisses um nahezu zehn Prozent auf knapp 90 Dollar anzog. Daß sich die Geschäftsentwicklung des vorhergehenden Quartals nicht wiederholen ließ, schreibt Intel unter anderem den hohen Lagerbeständen bei den Abnehmern aus der PC-Industrie sowie dem allgemein schleppenden Geschäft in Europa zu.

Intel-Konkurrent Advanced Micro Devices Inc. (AMD) blieb mit seinem Ergebnis für das zweite Quartal 1997 deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Ende Juni 1997 abgeschlossene Berichtszeitraum brachte Nettoeinnahmen von lediglich zehn Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie. Broker waren von zirka 22 Cent pro Anteil ausgegangen.

Immerhin bedeuten diese Zahlen gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres ein deutliches Plus: Damals war ein Verlust von 34,7 Millionen Dollar beziehungsweise 26 Cent pro Aktie angefallen.

Erfreulich aus AMD-Sicht ist im zweiten Jahresabschnitt 1997 die Umsatzverbesserung von 31 Prozent: 594,6 Millionen Dollar flossen in die Kassen des Intel-Konkurrenten (zweites Quartal 1996: 455,1 Millionen Dollar).

Bereits mehr als 100 Millionen Dollar setzte AMD mit dem "K6"-Chip um. Der Windows-kompatible, mit MMX-Funktionalität ausgestattete Prozessor fand in der Öffentlichkeit große Beachtung. Allerdings scheinen in Produktion, Marketing und Werbung mehr Mittel geflossen zu sein, als AMD ursprünglich bereitstellen wollte.

Auch lief das Geschäft mit Speicherchips und Logikbausteinen aufgrund des harten Preiskampfes mit der Konkurrenz nicht so gut wie erwartet. Zudem brach der Umsatz mit dem K6-Vorgänger "K5" ein. Gegenüber dem "Wall Street Journal" berichtete Analyst Ashok Kumar von der South Coast Capital in Austin, Texas, sogar von einem 36prozentigen Rückgang. Trotz guter K6-Verkäufe habe AMD damit insge- samt Marktanteile an Intel abgegeben.

Alle Hoffnungen setzt der Mikroprozessor-Hersteller nun auf die neue Chipgeneration K6, von denen AMD im dritten Quartal ein bis zwei Millionen Stück absetzen will. Das Geschäft war im zweiten Quartal 1997 mit rund 350000 verkauften Einheiten recht ordentlich angelaufen.

Analysten halten die Prognose von Millionenabsätzen nicht für verwegen, solange es AMD gelingt, ähnlich starke Bausteine wie den Intel-Pentium-Chip mit MMX-Erweiterung zu deutlich geringeren Preisen anzubieten. Insgesamt 75 PC-Hersteller haben bereits angekündigt, Rechner mit dem K6-Chip auf den Markt zu bringen.

Zu dieser Gruppe ist kürzlich auch Digital Equipment gestoßen. Offenbar hat das Unternehmen Konsequenzen aus seinem Patent-Rechtsstreit mit Marktführer Intel gezogen. Auch der taiwanische PC-Anbieter Acer will jetzt K6-PCs bauen.

Cyrix meldet hohen Quartalsverlust

Deutlich höhere Umsätze als im Vorjahresquartal erreichte auch die Cyrix Corp., ebenfalls Hersteller von PC-Mikroprozessoren. Die Einnahmen stiegen um 48 Prozent auf 40 Millionen Dollar (erstes Quartal 1996: 27,1 Millionen Dollar), doch Cyrix mußte einen Verlust von 5,3 Millionen Dollar oder 27 Cent pro Aktie hinnehmen.

Dennoch bleibt für die erste Jahreshälfte 1997 ein positives Fazit: Ein Profit von 1,3 Millionen Dollar konnte verbucht werden. Cyrix rechnet damit, 1997 eine insgesamt positive Bilanz vorweisen zu können, da die Nachfrage nach dem Media-GX-Prozessor für Billig-PCs ebenso groß sei wie die nach dem MMX-fähigen 6x68-MX-Chip.